Rihanna Fischer hat ihre Karriere als FCZ-Legende beendet
„Ich sehe mich nicht als Trainer wie mein Vater“
Mädchen können nicht Fußball spielen, dachte Rihanna Fischer als Kind, und sie meinte nicht sich selbst. Fünfzehn Jahre später ist die Tochter von Urs Fischer keine Zürcher Legende mehr. Sie hofft, auf andere Weise für den FCZ aktiv bleiben zu können.
Veröffentlicht: 17:07 Uhr
|
Aktualisiert: 18:01 Uhr
Nach dem Meistertitel-Triumph am Weißen Montag feiern die Frauen vom FCZ bis in die frühen Morgenstunden. Aber das lange Fest bedeutete eine kurze Nacht. «Ich bin um 7.30 Uhr wieder aufgestanden», sagte Rihanna Fischer, 27, die trotz Doppelsieg ganz normal zur Arbeit ins Gemeindeamt Buchs ZH fuhr.
Dies war der letzte Fischer Cup, den sie in Lausanne mit ihren Eltern Sandra und Ursa, ihrer Schwester Chiara und ihren Großeltern im Stadion gewann.
Der Verteidiger trat mit acht Meistertiteln und sieben gewonnenen Pokalen zurück. Wie ihr Vater wehrte sie sich jahrelang mit Nummer 14 auf dem Rücken. Wie ihr Vater, der mit nur einem Pokal deutlich weniger erfolgreich war, verließ sie den FCZ als Legende.
Jetzt zerfällt es in der Blüte seines Lebens. Denn im Frauenfußball ticken die Uhren anders. Neben vier Workouts und ein, zwei Spielen pro Woche hat Fisher immer 100 Prozent gearbeitet. Sie sagt: „Arbeitsbelastung zu reduzieren war aus finanziellen Gründen nie ein Problem, man will auch etwas zur Seite legen. Beim FCZ habe ich im Sport praktisch alles ausprobiert und war sehr erfolgreich. Jetzt möchte ich einfach mehr Zeit für mich haben.“
Entscheidung im Playoff-Finale: Hier schießt Höbinger den FCZ zum Meistertitel (00:21)
Fischer hofft auf einen neuen Job beim FCZ
Dem Fußball will Fischer dennoch verbunden bleiben. “Im Moment sehe ich mich nicht als Trainer wie mein Vater”, sagte sie. Aber warum hat der Klub keine eigene Legende, wie es GC mit Lara Dickenman als Frauenchefin tut? Fischer: „Die Idee gefällt mir. Ich werde gerne weiter für den FCZ arbeiten.“
Wer weiß: Vielleicht wird sie doch noch FCZ-Büroprofi. Denn die FCZ-Heldin liebte es, Fußball zu spielen, aber als Spielerin kam sie nie in Betracht. Sie gab sogar die Nationalmannschaft auf. „Der Aufwand wäre noch größer. Ich wollte auch nicht auf meinen Urlaub verzichten. Ich bereue die Entscheidung nicht.”
Allerdings musste der FCZ-Verteidiger im Ausland unter Bundestrainerin Martina Vos-Teklenburg Profi werden, um eine echte Chance zu bekommen. Es gab Anfragen, aber Fischer sagte: „Ich hatte nie das Recht, Profi zu werden. Mein Traum war es immer, für den FCZ zu spielen.“
Dieser Traum kostete sie jedoch fast ihre Karriere. Fischer startete bei den E-Junioren der Letzikids, spielte also als Kind immer mit Jungs und unter dem FCZ-Dach. Doch als sie 11 oder 12 Jahre alt war, wollten ihre Eltern sie überreden, es beim damaligen Top-Frauenverein FFC Zürich-Seebach zu versuchen. Weg vom FCZ und keine Jungs im Team? Schwierige Idee für die kleine Rihanna! „Ich dachte, Mädchen könnten nicht Fußball spielen“, sagt sie lachend.
Aber nach Probetraining brennt es. Ab 2008 werden die Seebacher Frauen in den FCZ integriert – niemand hatte damit ein kleineres Problem als der FCZ-Fischer-Fan!
Aksa Super League für Frauen
Mannschaft
SP
TD
t
1
0
0
0
2
0
0
0
3
0
0
0
4
0
0
0
5
0
0
0
6
0
0
0
7
0
0
0
8
0
0
0
9
0
0
0
10
0
0
0
Add Comment