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Das Burgenland verpasst an der Corona-Viren-Ampel erneut den Sprung auf „Orange“.

28. April 2022 07:58 (Handlung am 28. April 2022 08:51)

Das Burgenland verfehlt weiterhin die Schwelle zur „Orange“. © pixabay.com (Design)

Der Sprung in die orange Zone ist dem Burgenland nicht gelungen und in dieser Woche steht im Land die Corona-Ampel noch auf Rot. Die Schwelle von 100 wurde knapp verfehlt.

Auch in dieser Woche gelang es nicht, das „Rot“ aus der Corona-Ampel zu entfernen. Das Burgenland bleibt laut dem der APA vorliegenden Dokument des zuständigen Gremiums in der Zone des maximalen Risikos.

Alle anderen Bundesländer befinden sich weiterhin in der Hochrisikozone, also Orange. Die Zahl der Infektionen ist rückläufig, was aber durch die geringe Anzahl an Tests deutlich wird.

Das Burgenland verfehlt an der Corona-Ampel die Schwelle zu „Orange“.

Die Risikozahl, die neben den identifizierten Fällen auch Parameter wie Testhäufigkeit sowie Alter und Impfstatus der Infizierten umfasst, entscheidet weiterhin, welcher Zone zugeordnet wird. Sie ist in allen Bundesländern gesunken, aber das Burgenland erreicht die Schwelle von 100 bis „orange“ mit 105,7 noch nicht, wenn auch nur knapp. Ähnlich sieht es in anderen Bundesländern aus, die schon fast die gelbe Zone mittlerer Gefährdung (ab 50 aufwärts) erreicht haben, allen voran Vorarlberg mit 50,9 und die Steiermark mit 53.

Auch das Ländle ist ein Bundesland mit sagenhaften 35 Prozent Einbruch im 14-Tage-Trend. Andere Länder liegen zwischen 18 und 28 Prozent im Minus.

Am testfreudigsten bleibt Wien: Nur wenige unentdeckte Fälle der Krone

Zu beachten ist natürlich, dass die Testhäufigkeit noch gering ist, aber immer noch höher als in der (Urlaubs-)Woche davor. Österreichweit wurden 20.117 Tests pro 100.000 Einwohner durchgeführt, vor allem aufgrund der Testfreundlichkeit der drei östlichen Bundesländer. An der Spitze liegt wie üblich Wien mit knapp 45.000 bis 100.000 Einwohnern. Zum Vergleich: Am Ende der Liste, Tirol, sind es etwas mehr als 3000. Wien und Niederösterreich haben mit 67 bzw. 43 Prozent auch die meisten Fälle, die zum Zeitpunkt des Tests noch asymptomatisch waren.

Der Positivitätskoeffizient aller Tests liegt in Tirol bei über 13 Prozent, in Wien nicht einmal bei drei Prozent. Damit gibt es in der Bundeshauptstadt wohl deutlich weniger Dunkelziffern als in Tirol. Dies erklärt auch, warum Wien trotz der höchsten unbehandelten 7-Tages-Häufigkeit – dh. Fallzahl/Einwohner – es besteht ein höheres Risiko als in Tirol, das nur halb so viele gemeldete Infektionen pro Einwohner hat.

Reisebedingte Infektionen wurden erstmals wieder registriert

Interessanterweise sind erstmals seit langem Reisefälle in einem Bundesland wieder ein relevanter Faktor. In Wien entfallen fünf Prozent der Neuinfektionen auf diesen Sektor.

Das Gebiet mit der höchsten Inzidenz ist diesmal Lilienfeld in Niederösterreich, das niedrigste ist Tamsweg im Salzburger Lungau.