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Erstellt: 01.05.2022 Aktualisiert: 01.05.2022 22:54
Von: Katarina Amtmann
Trennung
Am 1. Mai fanden in ganz Deutschland Demonstrationen statt. Einige Teilnehmer ließen ihrer Enttäuschung freien Lauf. Das Ziel ist der Berliner Bürgermeister Francisco Gifi. Der Newsticker.
- Egg Attack: Berlins Bürgermeisterin Gifi wurde während einer Rede ein Ei zugeworfen.
- 1. Mai in Berlin: Polizei und Demonstranten sind in Berlin teilweise brutal aneinandergeraten.
- Schwer verletzt in Krimichau: Nach einem Aufmarsch von Rechtsextremisten wurden vier Menschen geschlagen und ins Krankenhaus eingeliefert.
- Leipziger Stadtteil Konwitz: Gewalttätige Demonstranten zündeten in der Nacht zum 1. Mai Barrikaden an.
- Dieser Demo-Ticker zum 1. Mai wird regelmäßig aktualisiert.
Update vom 22. Mai, 22.41 Uhr: Die Mai-Demo in Hamburg ist laut einem Bericht auf 24hamburg.de eskaliert. Unter einer Eisenbahnbrücke schienen Demonstranten die Polizei zu belästigen. Sie benutzten Schlagstöcke, um die Menschen zurückzudrängen. Auch in Hamburg kam es zu Festnahmen.
Mai-Demo in Berlin: Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizei
Update vom 1. Mai, 22.15 Uhr: Bei der Revolutionären Maidemonstration in Berlin, die von Neukölln nach Kreuzberg führte, zählte die Polizei 14.000 Teilnehmer. Mitten im Protest stand ein großer schwarzer Block der Autonomen Bühne mit mehreren Hundert Menschen. Linke und linksradikale Gruppen riefen zum Protest auf.
Wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur feststellte, kam es am Abend auch zu Kämpfen zwischen Demonstranten und der Polizei. Flaschen und Feuerwerkskörper flogen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Bengalische Feuer sind ebenfalls zu sehen.
Laut der Berliner Zeitung drohte die Situation mehrfach zu eskalieren, da die Stimmung zunehmend gereizter wurde. Laut Polizei brennen noch ein Müllcontainer und ein Auto.
Auch viele palästinensische Gruppen beteiligten sich am Abend an den Protesten in Neukölln und Kreuzberg. Die Polizei erwartete dies, nachdem aus Angst vor antisemitischen Vorfällen eine für Freitag geplante Demonstration palästinensischer Initiativen sowie alternative Veranstaltungen verboten worden waren. Viele Menschen schwenkten palästinensische Fahnen, andere riefen „Free Palestine“. Mehrere Reden kritisierten die israelische Politik scharf. Das Jüdische Forum kündigte auf Twitter an, die Demonstration zu beobachten und antisemitische Vorfälle zu dokumentieren. Einige Transparente und Forderungen könnten als “Aufruf zur gewaltsamen Zerstörung des Staates Israel” verstanden werden, twitterte das Forum später.
Polizisten sprühen Tränengas auf die “revolutionäre Parvomay-Demonstration”. Die Polizei schätzt, dass etwa 14.000 Menschen an der Demonstration linker und linksradikaler Gruppen teilgenommen haben. © Christoph Söder / dpa
Update vom 1. Mai, 21.45 Uhr: Bei den Ausschreitungen rund um den rechtsextremen Aufmarsch in Zwickau sind laut Polizei auf dem Rückweg vier Personen aus dem rechten Lager teils schwer verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei verließen sie gegen 17.30 Uhr den Krimbahnhof und wurden in der U-Bahn mit Schlaginstrumenten attackiert. Am Bahnhof waren am Abend noch Blutflecken zu sehen. Die Einsatzkräfte sicherten die Gleise.
Die Angreifer reagierten, erlitten jedoch Verletzungen an Armen und Kopf. Alle vier wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Bundespolizei sucht aufgrund von Augenzeugenberichten nach sechs bis zehn linken Tatverdächtigen, darunter eine Frau. Zu diesem Zeitpunkt war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.
Update vom 1. Mai, 20.32 Uhr: Bei der “Revolutionären Maifeiertags-Demonstration” in Berlin griff die Polizei nach Polizeiangaben zunächst nach Angriffen auf sie ein. „Es gab Zwangsmaßnahmen (Schieben und Schieben) und den Einsatz von Tränengas nach Pyros Angriffen, Schlägen und Tritten in Richtung Polizeikräfte von Teilen der Demonstration“, teilte die Polizei auf Twitter mit.
Teilnehmer der “Revolutionären 1. Mai-Demonstration” ziehen durch Berlin. © Christoph Söder / dpa
1. Mai: Demonstrationen in Hamburg und Berlin
Update vom 1. Mai, 20.10 Uhr: Als 2.000 Demonstranten unter dem Motto „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“ durch die Hamburger Hafencity marschierten, versammelten sich nach Angaben der Berliner Polizei mindestens 3.000 Menschen zur „Revolutionären 1. Mai“-Demonstration forderte linke und radikale linke Gruppen. Am Kottbusser Tor in Kreuzberg wurden die Fenster einer dort geplanten künftigen Polizeistation, die die linke Szene ablehnt, mit Spanplatten und Gittern geschützt.
Bislang verliefen jedoch mehrere Proteste und Demonstrationen in der Hauptstadt weitgehend friedlich: Etwa 10.000 Radfahrer zogen beispielsweise durch den reichen Grunewald im Westen der Stadt und demonstrierten die Umverteilung des Reichtums. Die satirische Demonstration stand unter dem Motto „Osakat Grunewald noch mehr“. „Gerechte Miete statt Gewinn“ stand auf dem Plakat.
Update 1. Mai, 19.47 Uhr: Auf der Sonnenallee hat die Berlin-Kreuzberg-Demonstration bereits begonnen. Laut Polizei nehmen 14.000 Menschen an dem Marsch teil. Auch die Berliner Zeitung berichtet von einem schwarzen Block und der ersten brennenden Pyrotechnik und einem Bengalen darin. Es gibt auch antisemitische Gesänge.
Update vom 1. Mai, 19.30 Uhr: An den insgesamt 33 Veranstaltungen in Hessen nahmen nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes rund 21.000 Menschen teil. Allein in Frankfurt zählte die Polizei bei einer Demonstration und anschließender Römerberg-Kundgebung rund 3.000 Menschen.
Demo am 1. Mai in Berlin: Polizei mit Großaufgebot vor Ort
Update vom 1. Mai, 18.33 Uhr: In Berlin bereitet die Polizei den Start der autonomen Demonstration auf dem Herzbergplatz vor. Die Berliner Zeitung berichtet von einer großen Zahl von Polizisten und voller Einsatzausrüstung. Auch ein Helikopter wird eingesetzt, um Übersichtsfotos zu liefern. Bis zu 20.000 Teilnehmer werden erwartet, um in Neukölln zu demonstrieren.
Update vom 1. Mai, 15.31 Uhr: Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franciska Gifi (SPD), ist am Sonntag auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes beleidigt worden und hat ein Ei verschossen. Allerdings habe der SPD-Politiker das Ei verpasst, sagten Senats- und DGB-Sprecher auf Anfrage. Ein lokaler dpa-Reporter sagte, Gifi solle seine Rede wegen der Proteste aussetzen. Der Mob forderte in Berlin eine Volksabstimmung über die Enteignung von Wohnungsunternehmen.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Francesca Gifi (SPD) wurde bei einer Maikundgebung mit einem Ei beworfen. © TOBIAS SCHWARZ/afp
In seiner Rede dankte Gifi laut Senatskanzlei allen, die während der Corona-Krise unter schwierigen Bedingungen weitergearbeitet hätten. Dank ihnen ist das Land gut durch die Krise gekommen. Gute Arbeit verdient faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Der Berliner Senat leistet seinen Beitrag, indem er den bundesweiten Mindestlohn auf 13 Euro anhebt.
Maidemonstrationen: Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten in Dortmund
Update vom 1. Mai, 15.12 Uhr: Die Dortmunder Polizei geht mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Demonstranten aus der autonomen Szene vor. Menschen hätten Polizisten angegriffen und versucht, die Absperrung zu durchbrechen, sagte ein Polizeisprecher. Eine Sprecherin der Autonomen Antifa 170 klagte über Polizeigewalt: Mehrere Teilnehmer seien verletzt worden. Angaben zu Verletzten seien nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher.
Demonstranten wollten gegen einen Aufmarsch von etwa 220 Rechtsextremisten protestieren. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes mit der Polizei hatte der Marsch noch nicht einmal begonnen, sagte ein Polizeisprecher. Vor Beginn der Demonstration wies die Polizei Rechtsextremisten an, mehrere Fahnen zu hissen. Öffentliche Versammlungen, die den Wunsch äußern, Gewalt durch paramilitärisches Verhalten anzuwenden, sind verboten, teilte die Polizei mit.
Maidemonstrationen: Rechtsextreme greifen Gegendemonstranten an
Update vom 1. Mai, 13.09 Uhr: Als sie bei einem rechten Aufmarsch in Zwickau ankamen, griffen die Rechten laut Polizei Gegendemonstranten an. Am Bahnhof Glauchau hätten sie einen Zug mit linken Demonstranten mit Steinen beworfen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. Sie waren auf dem Weg zu Gegenprotesten in Zwickau. Ein Sprecher sagte, 41 Rechte seien identifiziert worden. Ein 28-jähriger Gegendemonstrant wurde Berichten zufolge leicht verletzt. Am Bahnhof in Chemnitz kam es bereits zu Zusammenstößen. Dort wurden 50 rechte Demonstranten aus dem Zug nach Zwickau dirigiert. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.
Die zum dritten Mal mobilisierte rechtsextreme Partei hat am Sonntag in Zwickau für einen Aufzug mobil gemacht. Seit Monaten wirbt die Partei bundesweit für die Demonstration, es werden mehr als 500 Teilnehmer erwartet – unter anderem aus Süddeutschland und Thüringen, sagte Polizeipräsident Lutz Rodig kürzlich. Es gibt Hinweise darauf, dass es unter den Demonstranten in Zwickau viele Täter geben könnte. Gleichzeitig ist in der Stadt ein breiter Gegenprotest geplant.
Maidemonstrationen: Polizeiautos im Leipziger Stadtteil Konwitz beschädigt
Update vom 1. Mai, 9.01 Uhr: Gewalttätige Demonstranten haben in der Nacht zum 1. Mai im Leipziger Stadtteil Konwitz eine Barrikade errichtet und angezündet. Wie Polizei, Rettungswagen und …
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