Germany

Der Bauer als neuer Einsiedler: „Die Einsamkeit fasziniert mich“

Ein Bauer übernimmt

Nach 36 Jahren als Landwirt auf einer Schweinefarm mit 2.000 Tieren beginnt für den verheirateten Mann und Vater zweier Kinder ein neues Kapitel. Vor fünf Jahren übergab er den Hof in Fürstenzel an seinen Sohn, der wie sein Vater innovative Wege ging und sogar zum Landwirt des Jahres gekürt wurde. Die Aussicht auf ein Leben ohne Luxus und einen schwierigeren Alltag schreckt den Vater nicht ab. Er las zufällig in einer Lokalzeitung seines Heimatlandes von der ungewöhnlichen Stellenanzeige. Penninger: „Mir hat es auf Anhieb gefallen.“

“Ich weiß nicht, inwieweit meine Kindheitsfaszination für Einsamkeit und Einsamkeit mich dazu gebracht hat, es zu praktizieren”, sagte er laut über seine Beweggründe. Auf jeden Fall war Robinson Crusoe Teil seines „Hauptfilms“, als er einschlief, später faszinierte ihn der Film „Cast Away“ mit Tom Hanks. Sorgen bereitet ihm auch das aktuelle Weltgeschehen rund um Krieg und Hunger: „Menschen müssen wegen des Krieges ihre Heimat verlassen. Diesen Schicksalen fühle ich mich in geistiger Verbundenheit verbunden.“

Als zweiten Ausländer nach dem Belgier Stan Vanouitrecht sieht er sich nicht: Österreich war schon immer sein unmittelbarer Nachbar. „Bis Scherding sind es für uns nur zwölf Kilometer.“ Er fuhr über die Grenze, um eine Trachtenjacke zu kaufen, zu tanken oder Freunde zu besuchen. Auch Salzburg war noch nie von der Welt.

Georgis erste Vorstellungsfeier

Wann er zu Clause wechselt, steht noch nicht fest. Die Arbeit der Bergputzer auf dem Weg zur Einsiedelei verlangsamte sich. Bei Georgis Feier am Sonntag (9.30 Uhr) auf dem Yanviz-Fluss im Tal wird er sich erstmals der Öffentlichkeit präsentieren und auch seiner Frau seine neue Bestimmung zeigen. „Ich habe meine Koffer schon gepackt, ich kann jederzeit anfangen“, sagt er lachend, einer von denen, die zu neuen Zielen wollen.