Germany

Der Bundestag beschließt Rentenerhöhung – am 1. Juli

Ab Juli erhalten Millionen Rentner deutlich höhere Gehälter: Der Bundestag hat einem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums zugestimmt. Auch die Invalidenrente wird angepasst.

Rund 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab dem 1. Juli eine so deutliche Leistungssteigerung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Renten werden im Westen um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent steigen. Mit dem Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat der Bundestag auch Verbesserungen für Menschen beschlossen, die schon lange Invaliditätsrenten beziehen. Das Gesetz wurde am Freitag mit den Stimmen von Koalition, Union und AfD verabschiedet.

Mit dem Gesetz führt die Regierung den Nachholfaktor in der Rentenversicherung wieder ein. Dieser Faktor bremst den Rentenanstieg. Damit soll kompensiert werden, dass den Rentnern im letzten Jahr die damals tatsächlich fällige Rente erspart blieb. Die Rentengarantie führte 2021 zu einer Nullrunde – trotz der negativen Auswirkungen des Kronenfalls im Vorjahr auf die Rentenkasse.

Die letzte höhere Rentenerhöhung erfolgte 1983

Hauptgrund für den kräftigen Rentenanstieg trotz Aufholfaktor ist die positive Lohnentwicklung aufgrund der guten Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte.

Schon vor der Nullrunde im vergangenen Jahr stiegen die Renten – allerdings deutlich weniger als in diesem Jahr. Im Jahr 2020 gibt es eine Erhöhung der Renten um 3,45 % im Westen und 4,20 % im Osten. Zuletzt waren die Renten im Westen 1983 mit 5,59 Prozent höher als in diesem Jahr.