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Die Demonstration in Hamburg eskaliert – die Polizei setzt Schlagstöcke ein

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Erstellt: 02.05.2022, 04:50

Aus: Teresa Thoth, Lucas Zigo, Daniel Dillmann, Stefan Krieger, Andreas Apez

Trennung

Am 1. Mai wird es in ganz Deutschland Demonstrationen geben. In Hamburg und Berlin eskalierten die Demonstrationen. Zahlreiche Festnahmen erfolgen. Der Newsticker.

  • Ausschreitungen in Hamburg: Während der Maidemonstration setzte die Polizei Schlagstöcke ein und mehrere Personen wurden festgenommen.
  • Francesca Giffe feuert Eier: Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin ist mit Teilnehmern einer DGB-Kundgebung kritisch konfrontiert. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) muss Pfiffe hören.
  • Demonstrationen am 1. Mai: Lesen Sie alle Neuigkeiten hier in unserem Live-Ticker.

+++ 22.48 Uhr: Demo im Mai in Hamburg eskaliert. Nach Angaben von 24hamburg setzten die Demonstranten zunächst Pyrotechnik ein, danach stellte die Polizei Wasserwerfer bereit. Nachdem sich die Situation für einen Moment beruhigt hatte, wurden während der Demonstration wieder Fackeln entzündet, wodurch die Polizei gezwungen wurde, den Zug anzuhalten. Es kam zu einem Handgemenge zwischen Demonstranten und der Polizei, wobei die Polizei versuchte, den Zug mit Schlägern zurückzudrängen. Mindestens eine Person wurde verletzt, viele weitere wurden festgenommen.

Vor der Weddell Station gab es eine weitere Eskalation. Das BFE (Department of Preservation and Arrests) stürmte eine scheinbar friedliche Gruppe von Menschen und schlug einige der Demonstranten. Es folgten mehrere Festnahmen. Der Grund dafür ist unklar.

Die Polizei in Hamburg versuchte, Teilnehmer der Demonstration „Verbotenes Gut – Anarchismus in der Offensive“ mit Schlagstöcken zurückzuschlagen. © Jonas Walzberg / dpa

+++ 22.39 Uhr: Bei der „Revolutionsdemonstration am 1. Mai“ ist es in der Nacht zum Sonntag in Berlin-Kreuzberg zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hat auf Twitter über “Pyro-Angriffe, Schläge und Tritte gegen Polizeikräfte von Teilen der Demonstration” berichtet. Einige Demonstranten warfen auch Flaschen und zündeten einen Mülleimer und ein Auto an. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mehrere Personen fest.

1. Mai: Antifa demonstriert in Frankfurt – mehrere Angriffe gegen eine Demo-Demo in Zwickau

+++ 21.45 Uhr: Bei der Demonstration des rechtsextremen “Dritten Weges” am 1. Mai in Zwickau ist es nach Polizeiangaben zu mehreren Zusammenstößen gekommen. Vor dem Angriff auf vier Personen aus dem rechten Lager werfen Anhänger laut Polizei zum dritten Mal Steine ​​auf einen Zug, in dem linke Demonstranten ankommen. Dabei wurden zwei Personen leicht und eine schwer verletzt. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs, der Verwendung von Nummernschildern durch verfassungswidrige Organisationen und der Zufügung von Körperverletzung.

+++ 20.55 Uhr: Die 1.-Mai-Demonstration in Frankfurt löste sich ohne Zwischenfälle auf. In Zwickau hingegen kam es offenbar zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen rechten und linken Demonstranten. Vier Personen aus dem rechten Spektrum sollen verletzt worden sein, einer davon schwer. Es wird vermutet, dass Angreifer bei dem Angriff eingesetzt wurden. Den Angreifern gelang die Flucht. Ein Hubschrauber wird eingesetzt, um nach ihnen zu suchen.

Maidemonstration in Frankfurt: Pyrotechnik und Böller

+++ 20:00 Uhr: Die Polizei in Frankfurt hat bei einer Maidemonstration Demonstranten wiederholt mit “polizeilichen Maßnahmen” gedroht, wenn Pyrotechnik und Böller in Brand gesetzt würden. Der Demonstrationszug darf weiterfahren.

1. Mai: Vorfälle der Antifa-Demonstration in Frankfurt

+++ 19.15 Uhr: Die Demonstration des Linksbündnisses „Revolutionärer Maifeiertag“ hat in Frankfurt begonnen. Rund 1.000 Menschen sitzen derzeit im Zug. Am Anfang gibt es erste Zwischenfälle. Demonstranten zündeten Pyrotechnik auf der Berliner Straße an, die Polizei rückte mit Wasserwerfern an und forderte in einer Erklärung das Löschen der Fackeln.

Maidemonstration: Ausschreitungen in Dortmund

+++ 17.25 Uhr: Auch in Dortmund gibt es Demonstrationen, aber weniger friedlich. Polizei geht mit Pfefferspray und Stöcken gegen Demonstranten aus der autonomen Szene vor. Nach Angaben eines Polizeisprechers griffen die Teilnehmer Polizisten an und versuchten, die Absperrung zu durchbrechen. Eine Sprecherin der Autonomen Antifa 170 klagte hingegen über Polizeigewalt. Mehrere Teilnehmer wurden verletzt. Zu den Opfern gibt es laut Polizeisprecherin bisher keine Informationen.

Demo am 1. Mai: Kundgebungen in Berlin und Hamburg

+++ 16.41 Uhr: In Hamburg wird es am 1. Mai zu Demonstrationen kommen. Unter dem Motto „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“ zogen laut Polizei 2000 Demonstranten durch Hafensiti. Begleitet wurde die Demonstration von einem Großaufgebot von Polizisten. Es gab keine Unfälle.

+++ 16.01 Uhr: In der Nacht zum 1. Mai hat die Berliner Polizei bereits erste Ausschreitungen angekündigt. Nach dpa-Informationen wurden bei einer Demonstration im Stadtteil Prenzlauer Berg Farbtüten geworfen und Scheiben eingeschlagen. Auch die Polizei soll angegriffen worden sein. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Demo am 1. Mai: Franziska Giffey wird bei einer DGB-Kundgebung mit Eiern beworfen

+++ 15.25 Uhr: Bei der Hauptkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Brandenburger Tor war auch die geschäftsführende Bürgermeisterin Franciska Gifi (SPD) im Ressort. Wie Bundeskanzler Scholz in Düsseldorf wurde Giffes Auftritt von Buhrufen und Buh-Rufen begleitet. Während der Rede flog ein Ei in Richtung des Bürgermeisters, wurde aber von einem Wachmann mit Regenschirm abgewehrt. Infolgedessen wurde Gifis Rede unterbrochen.

1. Mai: Bundeskanzler Scholz pfeift und beleidigt bei der Mai-Kundgebung

+++ 15.10 Uhr: Bei der Mai-Kundgebung in Düsseldorf wurde Bundeskanzler Olaf Scholz mit lautem Lärm, Protestrufen und Buhrufen begrüßt. In seiner Rede verteidigte er deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine. Scholz wurde von Gesängen begleitet, die ihn als “Anstifter von Kriegen” und “Lügner” bezeichneten. Scholz forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, den Krieg gegen die Ukraine sofort zu beenden. Deutschland werde die Ukraine weiterhin gegen den “imperialistischen Angriff” unterstützen. “Wir werden keine gewaltsamen Grenzverschiebungen zulassen”, sagte die Kanzlerin. Dies erfordert auch die Lieferung von Waffen.

+++ 13.00 Uhr: Am Sonntagmorgen, 1. Mai, war es bisher ruhig in Berlin. Nach Angaben der Berliner Polizei wurden bisher keine Vorfälle registriert. Für den frühen Morgen war in Grunewald eine große Fahrraddemonstration mit bis zu 10.000 Teilnehmern angemeldet. In Berlin-Mitte am Brandenburger Tor organisierte der Deutsche Gewerkschaftsbund eine zentrale Kundgebung zum Tag der Arbeit.

Revolutionäre Maidemonstration: Antifa ruft zu Demonstrationen in Frankfurt und Berlin auf

Update Sonntag, 01.05.2022, 10.34 Uhr: Die Berliner Polizei rechnet mit bis zu 20.000 Teilnehmern zur traditionellen „Revolutionären Maifeiertags-Demonstration“. Die Demonstration findet unter dem Motto „Klassenkampf von Yallah – Kein Krieg, sondern Klassenkampf“ statt und zieht sich durch die Bezirke Kreuzberg und Neukölln. Behörden erwarten Gewalt von Linksextremisten. Auch in Frankfurt findet eine Demonstration unter dem Motto „Revolutionäre Maifeiertagsdemonstration“ statt.

Maifeiertag in Deutschland: Wo bleiben die Demonstrationen?

+++ 17.45 Uhr: Am 1. Mai wird es morgen in deutlich größeren Städten wie Hamburg, Frankfurt am Main und Nürnberg zu Protesten kommen. In Berlin allerdings anders als von den Veranstaltern erhofft. Ein Polizeisprecher informierte den rbb über die Streckenänderung.

Liste der für den 1. Mai 2022 angekündigten Demonstrationen:

  • Nürnberg: 11.30 Uhr Bauerngas
  • Berlin: 10 Uhr auf dem Alexanderplatz und 16:30 Uhr auf dem Herzbergplatz
  • Bremen: 13 Uhr am Hauptbahnhof
  • Dortmund: 16 Uhr im Weserpark
  • Frankfurt am Main: 10.30 Uhr Hauptwache und 18.00 Uhr Willy-Brandt-Platz
  • Hamburg: 11:00 Uhr im Heussweg und 16:00 Uhr im Berliner Tor
  • Köln: 12 Uhr auf dem Hans-Böckler-Platz und 17 Uhr auf dem Wiener Platz
  • Leipzig: 15:00 am Südplatz und Augustusplatz

Update vom Samstag, 30. April, 11.30 Uhr: In deutschen Städten wurden seit dem 1. Mai zahlreiche Demonstrationen registriert, vor allem in Frankfurt am Main und Berlin. Die Polizei hat bereits ein entschlossenes Vorgehen bei Protesten in der Hauptstadt angekündigt. Senatorin Iris Spranger (SPD) sagte dem RBB, dass Beamte im Falle von Gewalt “massenhaft eingreifen” würden. Allein in Berlin sollen bis zu 6000 Polizisten im Einsatz sein. Laut Spranger sei ihnen eine deeskalierende „Streckenstrategie“ abverlangt worden. „Die Polizei wird gegebenenfalls auf die Situation reagieren“, sagte sie der taz.

Erstmeldung am Freitag, 29. April, 12:00 Uhr: Frankfurt/Berlin – Steigende Preise für Arbeitnehmer und Sorgen um Wirtschaft und Arbeitsplätze: Die Folgen des Krieges in der Ukraine werden auch bei Gewerkschaftskundgebungen im Mai zu Wort kommen.

1. Mai: Sondertag für Gewerkschaften

Am Sonntag gehen Gewerkschaften mit bundesweiten Kundgebungen für eine “gerechte und soziale Zukunft” auf die Straße, so der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Für den ehemaligen Verdi-Chef Frank Bsirske ist dies ein besonderer Arbeitstag. „Das ist der erste Maitag seit Jahrzehnten, an dem ich nicht für mich spreche“, sagte der 70-Jährige, der im September mit den Grünen in den Bundestag gewählt worden war. In seinem Wahlkreis Wolfsburg wird er die designierte künftige Vorsitzende des DGB, Yasmin Fahimi, anhören, die …