Stand: 29.04.2022 09:29 Uhr
Die Ursache des Großbrandes von Broken am Dienstag ist noch unklar. Wenige Kilometer unterhalb des Bruchplateaus im Nationalpark Harz brannte es am Donnerstag erneut.
Laut Polizei wurde eine Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern in Brand gesteckt. 20 Feuerwehrleute wurden angegriffen. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es ihnen, den Brand schnell zu löschen. Ein Sprecher sagte, das Feuer habe nichts mit dem Brand vom Dienstag zu tun. Der Grund dafür ist noch unklar. Auch Brandstiftung schließen die Ermittler nicht aus, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.
Brockenbahn hilft bei der Feuerwehr
Ein Hektar Gras mit Totholz wurde am Dienstag in Brand gesteckt. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Gelände nur zu Fuß erreichbar war. Mit der Brockenbahn wurden Einsatzkräfte, Material und Löschwasser so nah wie möglich an den Brandherd gebracht. Insgesamt waren 120 Feuerwehrleute von elf Feuerwehren stationiert.
Die Touristen bestanden auf Broken
Aufgrund des Brandes wurde der reguläre Betrieb der Brockenbahn eingestellt. Aus Sicherheitsgründen mussten viele Gäste und Touristen von Broken den Gipfel aushalten, auch weil das Feuer starke Rauchentwicklung verursachte. Sie wurden dann am späten Dienstagabend von Broken in einem Van weggebracht. Fahrgäste der Brockenbahn waren auch am Bahnhof in Schierke (Sachsen-Anhalt) gestrandet. Die Schmalspurbahnen nahmen am Mittwochmorgen ihren regulären Betrieb wieder auf.
Das Thema Totholz muss neu gedacht werden
Nach dem Brand wurden Stimmen laut, die ein Umdenken beim Thema abgestorbene Bäume forderten. „Es muss etwas passieren“, sagte der Kommandant der Stadtverteidigung Wernigerode, Marco Söchting. „Wir als Feuerwehr stehen dem sehr kritisch gegenüber.“ Er bezieht sich auf die Regel des Nationalparks, Wälder natürlich wachsen zu lassen. Das bedeutet auch: Absterben von Fichtenmonokulturen infolge von Stürmen, Dürren und Borkenkäferbefall.
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Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen Regionalbüro Braunschweig 29. April 2022 | 7:30 Uhr morgens
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