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“Fake News” – die Kanzlerin reinigt mit Gerüchten von Rubel – Politik

Gerüchte über eine mögliche Rubelzahlung haben am Mittwoch für Unruhe gesorgt. Bundeskanzler Nechamer stellt nun klar: „Fake News der russischen Propaganda“.

Die Ankündigung, dass Österreich in der Gaspolitik eine Kehrtwende macht und russisches Gas fortan in Rubel bezahlt, verbreitete sich am Mittwoch vor allem in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer. Das Ergebnis war ein Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS. Diese kündigt an, dass Österreich nun bereit sei, russische Gaslieferungen in Rubel zu bezahlen. Die Entscheidung wurde im Einvernehmen mit der OMV getroffen. Mehrere Medien berichteten über die Änderung.

Aufgrund der rasanten Verbreitung dieser Meldung äußerte sich Bundeskanzler Karl Nechamer am Mittwoch auf der Kurznachrichtenplattform Twitter: „Bevor sich hier Fake News über russische Propaganda verbreiten. Gaslieferungen aus Russland zahlt die OMV selbstverständlich weiterhin in Euro. „Österreich ist vor Ort und steht im Einklang mit den gemeinsam vereinbarten EU-Sanktionen“, sagte die Bundeskanzlerin in einer Mitteilung.

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Die Zahlung in Rubel ist eine Anfrage von Putin

Bisher haben sich die EU-Länder geweigert, einer Aufforderung des russischen Präsidenten Wladimir Putin nachzukommen, Gasrechnungen in Rubel zu bezahlen. Putin forderte dies, weil der Rubel vor allem durch zahlreiche EU-Wirtschaftssanktionen abgewertet wurde. Regierungs- und Staatschefs einigten sich in Abstimmung mit den zuständigen Ministerien auf die Sanktionen, die als Reaktion auf den russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar beschlossen wurden.

Ein Abweichen von der bisherigen Praxis Österreichs wäre unweigerlich ein innen- und außenpolitischer Skandal.

Nav Account Herr Zeit27.04.2022, 10:53 | Akt: 27.04.2022, 11:04