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Ferienbetreuung – Niederösterreich ist bereit für die Ferien

In wenigen Wochen beginnen für mehr als 111.000 Schülerinnen und Schüler der Pflichtschulen in Niederösterreich die Sommerferien. Was für Kinder und Jugendliche meist unbeschwerte Zeit bedeutet, stellt für Eltern und Erziehungsberechtigte oft eine organisatorische Herausforderung dar. Auch hier lässt sich in Niederösterreich eine Lösung für die Ferienbetreuung finden. Mehr als 80 Prozent der Gemeinden werden in diesem Jahr Pflege anbieten.

Teschl-Hofmeister: „Rundum-sorglos-Paket zusammen.“

Foto: VPNÖ

„Wir haben erneut ein Rundumpaket für Familien in Niederösterreich geschnürt“, sagte Bildungsministerin Christiane Teschl-Hoffmeister bei einer Vorstellung der Ferienbetreuung. Rund 80 Prozent der Kommunen boten im vergangenen Jahr Kinderbetreuung an, so der Bewertungspartner NÖ Familienland GmbH. In 80 Prozent dieser Gemeinden dauerte die Ferienbetreuung sogar sechs Wochen oder länger.

Ein Blick auf die anstehenden Ferien zeigt, dass es in Zukunft vielfältige Vorschläge geben wird: 2022 werden sogar über 80 Prozent der Kommunen eine Ferienbetreuung anbieten. „Fast alle Kommunen bieten grundsätzlich etwas an und immer mehr bieten längere Ferien an“, resümierte die Landesrätin.

Die Kosten pro Woche betragen durchschnittlich 54 Euro

Der Staat gibt viel Geld für die Erziehung der Kinder aus. Rund 200 Förderanträge wurden im vergangenen Jahr durch Landesmittel aus Niederösterreich bewilligt. „Das entspricht einer Fördersumme von 493.332,17 Euro. Im Schuljahr 2020/21 wurden über eine mögliche Förderung nach dem Bildungsinvestitionsgesetz Ferienzuschüsse in Höhe von 986.655,71 € gezahlt“, so Teschl-Hoffmeister. Dann muss eine Familie durchschnittlich etwa 54 Euro pro Woche für ihr Kind bezahlen. Je nach Gemeinde variieren die Kosten jedoch zwischen 10 und 210 Euro pro Woche, je nach Land der Familie.

Aber was wird jetzt angeboten? Von 18. bis 22. Juli findet in St. Pölten die „100. Niederösterreichische Ferienwoche“ statt. Mit der Familienkarte Niederösterreich ist dies kostenlos – es sind noch Plätze frei. Darüber hinaus werden digitale und analoge Weiterbildungsseminare sowie Wissenschafts- und Forschungsseminare angeboten. Leitfäden mit Ratschlägen zur Umsetzung der Pflege stehen den Gemeinden ebenfalls zur Verfügung.

Für viele Eltern und Kinder wird die Sommerschule auch dieses Jahr wieder spannend. Der Bedarf dafür wird laut Staatsrat derzeit geprüft. Schon jetzt ist klar, dass es ein noch größeres Angebot als im Vorjahr geben wird.

Andererseits wünscht sich die SPÖ NÖ eine bundesweite Ferienbetreuung nach burgenländischem Vorbild, in der Betreuung mit Sommerschule kombiniert wird. Für Kinder ist eine Ganztagsbetreuung vorzusehen. „Wir sind davon überzeugt, dass, wenn das Burgenland eine solche Maßnahme problemlos verkraften kann, ein großes Bundesland wie Niederösterreich dies sicherlich auch kann“, betonte die Landtagsabgeordnete Elvira Schmid.