deutscher SPD-Politiker
Gesundheitsminister Lauterbach mit Corona infiziert
Stand: 11:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Gesundheitsminister Lauterbach ist positiv auf das Coronavirus getestet worden
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist mit dem Coronavirus infiziert. „Dem Minister geht es gut, mit nur leichten Symptomen. Er nimmt seine Dienstgeschäfte vorübergehend aus der häuslichen Isolation heraus“, teilte das Gesundheitsministerium mit.
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Trotz “extremer Vorsichtsmaßnahmen” hat sich Karl Lauterbach mit dem Coronavirus infiziert. Der Gesundheitsminister hat sich nach Angaben seines Ministeriums viermal impfen lassen. Die Meldung seiner Infektion kommt mit einer Warnung.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist mit dem Coronavirus infiziert. Der 59-jährige Mann sei am Donnerstagabend positiv getestet worden, teilte sein Ministerium am frühen Freitagmorgen mit. Ihm geht es gut, er hat nur leichte Symptome und nimmt sein Bürogeschäft vorübergehend aus der häuslichen Isolation heraus. Nach Angaben seines Ministeriums wurde Lauterbach viermal geimpft.
„Dies zeigt, dass bei der hochansteckenden Omicron-Variante eine Ansteckung auch bei äußerster Vorsicht nicht vollständig ausgeschlossen werden kann“, schrieb das Ministerium. Daher appelliert die Ministerin noch einmal an alle, sich vernünftig zu verhalten und für einen ausreichenden Impfschutz zu sorgen, um Infektionen und schweren Verläufen möglichst vorzubeugen. Lauterbach (SPD) hat wiederholt vor dem Coronavirus und möglicherweise noch auftretenden hochansteckenden Varianten gewarnt.
Am Mittwoch stellten Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ein neues Konzept vor, um Deutschland gegen eine mögliche Corona-Herbstwelle zu wappnen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Tragen von FFP2- oder medizinischen Masken.
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Die FFP2-Maskenpflicht in Langstreckenzügen und Flugzeugen soll landesweit fortbestehen, ebenso wie eine neue Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Ob eine Maskenpflicht auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Supermärkten vorgeschrieben wird, bleibt den Ländern überlassen. An Schulen gilt Maskenpflicht nur noch bei gefährdetem Besuch – und das erst ab der fünften Klasse.
Lob und Kritik für das neue Infektionsschutzgesetz
Vertreter von Ärztekammern und Patientenschützern lobten und kritisierten seit Herbst die Pläne der Regierung zur Corona-Bekämpfung. Ärztepräsident Klaus Reinhardt lobte in den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Donnerstag), dass Schulschließungen nach Änderungen des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr möglich sein sollen. Allerdings vernachlässige sie „klar definierte Kriterien“, wenn die medizinische Infrastruktur überfordert zu sein droht. In einem Interview mit dem “RedaktionsNetzwerk Deutschland” (Donnerstag) forderte Patientenanwalt Eugen Brysch einen besseren Schutz für Menschen in Pflegeheimen.
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Scharfe Kritik von Anwälten
Reinhardt sagte den Funke-Zeitungen, das neue Konzept sei differenziert, orientiere sich an der Verhältnismäßigkeit der Mittel „und vor allem endlich mit Rücksicht auf unsere Kinder formuliert“. Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um Kindergärten und Schulen geöffnet zu halten. Es sei wichtig, künftig bundeseinheitliche Maßnahmen zu ergreifen, wenn bestimmte Belastungen im Gesundheitswesen drohen. „Das heute hier vorgestellte Konzept ist leider noch unklar“, kritisierte der Präsident der Bundesärztekammer.
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