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Gotstein, Roner, Schwan und 17 weitere CS-Größen werden in den USA angeklagt!

Medienberichten zufolge hat eine US-Pensionskasse vor einem New Yorker Gericht Klage gegen aktuelle und ehemalige Top-Führungskräfte der Credit Suisse eingereicht. Sie wollen die Banker für den Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos verantwortlich machen.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend berichtete, hat die Pensionskasse der Stadt Providence im Bundesstaat Rhode Island im Zusammenhang mit dem Archegos-Skandal mehr als ein Dutzend CS-Manager verklagt. In einer am Dienstag eingereichten Klage beschuldigte der Fonds CS-Manager, das Geschäftsrisiko mit dem inzwischen zusammengebrochenen Hedgefonds Archegos Capital Management nicht verwaltet zu haben.

Angeklagt sind 20 aktuelle und ehemalige CS-Führungskräfte

Die Klage richtet sich gegen einen Großteil des aktuellen Managements sowie gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, den Risikochef und den Chef der Investmentbank, wie Bloomberg weiter schreibt. Der Bericht nennt keine Namen unter der Überschrift Providence Retirement System v. Urs Rohner et al., 651657/2022, Supreme Court of the State of New York», findet man den Angeklagten, der neben dem ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten von CS Rohner (62) und dem heutigen CEO Thomas Gotstein ( 58) oder Roche-CEO (und CS-Vorstandsmitglied) Severin Schwan (54). Insgesamt wurden 20 Personen angeklagt.

Der Vorwurf lautet, dass die Manager nicht rechtzeitig gegen das „fahrlässige Verhalten“ in der Hauptvermittlungseinheit vorgegangen seien. Der Fonds soll im Namen aller Aktionäre vor einem New Yorker Gericht Klage eingereicht haben, um „den finanziellen Schaden, den die Bank durch das angebliche Fehlverhalten erlitten hat und erleiden wird, wiedergutzumachen“.

Entschädigung wird gesucht

Der Rhode Island Fund fordert im Namen der Anleger eine Entschädigung und eine Erklärung, dass die Angeklagten ihr Vertrauen in die Credit Suisse missbraucht haben. Ein CS-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Freitagabend nicht kommentieren.

Infolge des Zusammenbruchs von Archegos des umstrittenen Investors Bill Huang im März 2021 erlitten eine Reihe globaler Banken und Investoren Verluste in Milliardenhöhe. Am stärksten betroffen war die Credit Suisse, die im vergangenen Jahr rund fünf Milliarden Franken verlor. (SDA / vof)