Aktualisiert am 31. Juli 2022, 18:20 Uhr
Großbritannien: Die Ärzte haben Archie, 12, am Montag lebenserhaltend behandelt
Nach mehreren Gerichtsentscheidungen gegen die Familie des todkranken Archie Battersby (12) stellte die Klinik die Lebenserhaltung für den Jungen ein.
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„Ein Junge, der mir die Hand schütteln kann, kann nicht hirntot sein“, sagt Archies Mutter Holly.
Screenshot/Persönlich
Archie liegt nach einem Unfall im April 2022 im Koma.
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Gerichte haben entschieden, dass Ärzte die Lebenserhaltung beenden können.
Facebook/poledanceuk
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Ärzten wurde erlaubt, Archie nach einem Gerichtsbeschluss von der Lebenserhaltung zu nehmen.
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Am Montag um 15:00 Uhr (Schweizer Zeit) werden alle Infusionen und Medikamente eingestellt.
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Eltern dürfen Archie begleiten.
Das Krankenhaus, in das der todkranke Archie Battersby eingeliefert wurde, wird den Jungen am Montag von der Lebenserhaltung nehmen. Archies Eltern, Holly Dance und Paul Battersby, erhielten am Samstag einen Brief vom britischen Gesundheitsdienst. Darin teilt die Klinik mit, dass alle Infusionen und Medikamente am Montag um 14:00 Uhr (15:00 Uhr MESZ) enden. Archies Mutter hatte zuvor an Gesundheitsminister Steve Barclay appelliert, das Krankenhaus dazu zu bringen, die Versorgung fortzusetzen, und die UN um Hilfe gebeten.
„Wir verstehen, dass jede Debatte über das Ende von Archies Behandlung sehr schwierig und schmerzhaft ist“, heißt es in dem Brief. „Wir wollen aber sicherstellen, dass Sie und Ihre Familie so involviert sind, wie Sie es möchten.“ Ziel sei es, die Würde des Jungen zu wahren. „Sie oder ein Familienmitglied möchten vielleicht mit Archie auf seinem Bett liegen oder ihn in Ihren Armen halten, wenn dies praktisch möglich ist“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur PA.
Es wird auch einen Arzt im Raum geben, der “regelmäßig überprüfen muss, ob das Herz stehen geblieben ist”.
Seit April im Koma
Archie erlitt im April bei einem häuslichen Unfall schwere Hirnverletzungen – möglicherweise während einer Internet-Challenge. Seitdem liegt er im Koma. Ein Berufungsgericht lehnte am vergangenen Montag den Antrag der Eltern auf Fortführung der Lebenserhaltung ab. Es ist in Archies bestem Interesse.
Der Fall erinnert an ähnliche Streitigkeiten um todkranke Kinder in Großbritannien. Großbritanniens finanziell angeschlagener Gesundheitsdienst stellt die Lebenserhaltung in der Regel viel früher ein, als dies in anderen europäischen Ländern der Fall wäre. Zudem werden die Wünsche von Eltern und Angehörigen nicht in gleichem Maße berücksichtigt. Was im besten Interesse des Patienten ist, wird oft von Richtern auf Empfehlung medizinischer Fachkräfte entschieden.
Ein am 26. Juli gepostetes Video soll Archies Gehirnaktivität zeigen.
20 Minuten/Zeitung
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(DPA/kle)
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