Hamburg / Kiew – Es waren Worte aus dem Abgrund eines brutalen Krieges – “Wir werden deine Freundschaft nie vergessen.”
Gesprochen vom Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko (50), adressiert an alle Hamburger.
Gemeinsam mit seinem Hanse-Amtskollegen Peter Chancher (56, SPD) unterzeichnete der ehemalige Boxchampion am Sonntag die erste strategische Partnerschaft zwischen einer deutschen Metropole und der ukrainischen Hauptstadt.
Dies sollte ein Vertrag zwischen Freunden sein. Und ein Zeichen gegen Putins perfiden Angriffskrieg gegen das Land.
+++ BILD gibt es jetzt im TV! Hier geht es zu BILD LIVE +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Chencher (56, SPD) stellt den unterzeichneten Pakt vor
Foto: Christian Charisius / dpa
Klitschko in seinem Büro in Kiew, Chancher im Rathaus Kaiserzaal. Verbunden über das Internet. Tschentscher: „Vitali, kannst du uns hören? Wie geht es dir?”
Klitschko wirkt müde, erschöpft. Was er sagt, ist schrecklich: neue Massengräber in den Vororten von Bucha, Raketen in Odessa, bombardierte Häuser in Kiew. „Das ist eine Tragödie für ganz Europa. Europa, zu dem wir gehören.“
Er fügte hinzu: „Diese Initiative, dieser Pakt ist wichtig. Es geht um Leben und Tod.“
auch lesen
Hamburgs Wirtschaft sei bereit, sagt Handelskammerpräsident Norbert Aust. Sechs Unternehmen sind bereits Teil des neuen Partnerschaftspaktes, darunter Budni, Rewe und Haspa. Sie alle sammeln, spenden, liefern – sogar eine Mischung aus Trails und dringend benötigtem Wasser in Plastikflaschen.
Bürgermeister Tschentscher resümierte: „Vitaly, wir helfen Ihnen jetzt und auch beim Wiederaufbau.“
Klitschko: „Danke. Danke an Hamburg, meine zweite Heimatstadt.“
Die Ballettschule in Hamburg nimmt ukrainische Kinder auf
Foto: Christian Charisius / dpa
Hamburg – Kunst kann auch Heimat sein.
Die Ballettschule von Star-Choreograf John Neumeier (83) nahm zehn ukrainische Kinder (6 bis 13) auf. Weitere könnten folgen, gefördert vom Verein der Ballettfreunde in Hamburg.
Einige der Kinder leben im Internat. So wie Mascha (13) aus Kiew. Ihre Eltern und ihr Bruder reisen nach Spanien. Mascha: „Nur hier gibt es eine so gute Ballettschule. Deshalb wollte ich unbedingt hier bleiben.“
Das Neumeier Institut bildet in der Caspar-Vogt-Straße 146 Studierende aus 33 Nationen aus.
Vorteil: Die Sprache des Balletts ist auf der ganzen Welt gleich – Französisch.
Add Comment