© NASA GSFC/CIL/Adriana Manrique Gutierrez
Mehrere zentrale Komponenten, die für den Betrieb des neuen Teleskops benötigt werden, kommen aus Österreich.
Die ersten Bilder des James-Webb-Teleskops wurden diese Woche veröffentlicht. Mit ihrer einzigartigen Präzision sorgten die Aufnahmen für Begeisterung bei Forschern und Raumfahrtbegeisterten.
Das neue Teleskop erlaubt einen Blick in die Vergangenheit vor 13,5 Milliarden Jahren. Die „Made in Austria“-Technologie sorgt unter anderem dafür, dass die Bilder von James Webb überhaupt zur Erde geschickt werden können.
Kommunikationsantenne aus Niederösterreich
Die Kommunikationsantenne des Teleskops, über die alle Daten und Bilder zur Erde gesendet werden, ist beispielsweise durch eine Wärmedämmung aus dem niederösterreichischen Berndorf vor den extremen Temperaturen des Alls geschützt.
„Auch das größte und leistungsfähigste Weltraumteleskop der Welt nutzt Technik aus Österreich, um wertvolle Daten zu übertragen. Die NASA vertraut auf unsere herausragenden Fähigkeiten hier in Österreich“, sagt Manfred Sust, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria (ehemals RUAG Space Austria).
Die Wärmedämmung der Webb-Antenne besteht teilweise aus schwarzem Kapton (einer speziellen Kunststofffolie) mit einer Germaniumbeschichtung und teilweise aus dem typisch goldglänzenden Kapton mit einer Indiumzinnoxidbeschichtung.
NASA Webb Telescope Kommunikationsantenne mit schwarz-goldenem Hitzeschild aus Niederösterreich
© Jenseits der Schwerkraft
Hochpräzise Mechaniken aus Wien
Beyond Gravity 2 lieferte auch hochpräzise Mechanismen für eines der Hauptinstrumente des Teleskops, die Nahinfrarot-Spektrographen namens NIRSpec.
Die beiden Mechanismen aus Wien sorgen für die präzise Montage und Drehung des Filterrads und des Gitterrads für das NIRSpec. Der Mechanismus arbeitet mit einer Genauigkeit von 100 Nanometern. Das Instrument wiegt etwa 200 Kilogramm und arbeitet im Weltraum bei einer Temperatur von etwa minus 230 Grad Celsius.
Auch bei der Endmontage des Teleskops am Boden kam Technik aus Österreich zum Einsatz. Eine spezielle Dreh- und Neigevorrichtung von Beyond Gravity drehte und neigte das Teleskop, sodass Ingenieure von allen Seiten am Teleskop arbeiten konnten.
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