Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung übernimmt die spanische Regierung die Verantwortung für Pubs. Bars und Restaurants sollten ihren Gästen kostenlos Essen zum Mitnehmen in einer Tasche, der sogenannten „Hundetasche“, anbieten. Das Kabinett hat am Dienstag ein Gesetz verabschiedet. Doch nicht nur sie sind betroffen: Alle Unternehmen der Lebensmittelindustrie müssen Pläne zur Abfallreduzierung entwickeln.
Supermärkte werden aufgefordert, die Produktpreise zu senken, wenn der Verkauf näher rückt. Sie müssen auch Vereinbarungen mit Nachbarschaftsorganisationen und Tafeln treffen, um solche Produkte an Bedürftige zu spenden. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums empfiehlt das Gesetz, die Lebensmittel als Tierfutter oder zur industriellen Herstellung von Düngemitteln und Biokraftstoffen zu verwenden.
Der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, sagte, das Gesetz ziele darauf ab, das Bewusstsein zu schärfen. In Spanien gehen jedes Jahr 1.400 Tonnen Lebensmittel verloren, was 31 Kilogramm pro Person entspricht. Dies führt zu einem durchschnittlichen Verlust von etwa 250 Franken pro Jahr für jeden Spanier. In der EU hätten bisher nur Frankreich und Italien solche Gesetze, so der Minister. Er hofft, dass der Entwurf vom Parlament angenommen wird und am 1. Januar 2023 in Kraft tritt.
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