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Mehr Staub: Bodenkrusten unter Klimastress

Eine dünne Schicht aus Mikroben, Moosen und Algen bedeckt etwa ein Viertel der Fläche des trockenen Bodens; Diese optisch unsichtbaren biologischen Bodenkrusten, auch Biokortexe genannt, bedecken etwa ein Achtel der Erdoberfläche.

Obwohl diese Gemeinschaften nur in den obersten Millimetern des Bodens angesiedelt sind, tragen sie erheblich zum biogeochemischen Kreislauf von Nährstoffen bei, dienen als Stickstoff- und Kohlenstoffquellen, verbessern den Wasserhaushalt des Bodens und das Pflanzenwachstum, so ein Forschungsteam unter der Leitung von Emilio Rodriguez- Caballero von der spanischen Universität Almeria festgenommen; Vor allem erhöhen sie die Bodenstabilität.

Wie wirken sich Krusten auf den Staubkreislauf aus?

Die größten Gebiete biologischer Krusten befinden sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien, Australien und dem Mittleren Westen Amerikas. Inwieweit diese Krusten den atmosphärischen Staubkreislauf beeinflussen, war bisher unbekannt – das Forscherteam modelliert dies nun global.

Die Forscher kombinierten biologische Bodenmessdaten mit einem globalen Klimamodell, berechneten ihre aktuelle Bedeutung und simulierten verschiedene Zukunftsszenarien. Sie erkannten, dass Biokortexe die globalen Staubemissionen und -ablagerungen deutlich reduzieren: „Wir schätzen, dass alle Ereignisse zusammen die globale Luftverschmutzung um etwa 60 Prozent reduzieren“, sagt Bettina Weber, Biologin an der Universität Graz und Co-Autorin der Arbeit. Wenn trockene Böden jedoch durch den Verlust der Bodenkruste ihre Stabilität verlieren, sind sie Erosion ausgesetzt, Sand und Wind werden in die Atmosphäre freigesetzt.

Bis zu 15 Prozent mehr Staub

Wenn der Verlust des Biokortex durch Klimawandel und Landnutzungsintensivierung so hoch ist wie erwartet, prognostizieren Forscher, dass die globale Staubbelastung im Jahr 2070 um bis zu 15 Prozent zunehmen wird. Dadurch gelangt mehr Staub mit unterschiedlichen Auswirkungen in die Atmosphäre. Nach Ansicht der Autoren ist davon auszugehen, dass Biokortexe die klimatischen Wirkungen von Staub in ähnlicher Weise beeinflussen wie die direkte Wirkung von Aerosolen aus menschlicher Aktivität.

„Schlüsselfigur im globalen Wandel“

Der Einfluss von Biokortexen auf den globalen Staubkreislauf und die damit verbundenen klimatischen Auswirkungen haben wichtige Auswirkungen auf die Gesundheit, den biogeochemischen Kreislauf und das Funktionieren von Ökosystemen. Die Autoren glauben, dass Bioläufe als Schlüsselakteure im globalen Wandel betrachtet werden müssen und empfehlen, sie bei der zukünftigen Modellierung des globalen Wandels, bei Minderungsmaßnahmen und der Gestaltung von Anpassungsstrategien zu berücksichtigen.