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ÖFB-Cup-Finale: Red Bull Salzburg gewinnt 9. Double – Wikinger verteidigen tapfer – Bundesliga

Das ÖFB-Cup-Finale für die Saison 2021/2022 am 1. Mai im Wörtherseestadion in Klagenfurt zwischen Außenseiter SV Guntamatic Ried und Favorit FC Red Bull Salzburg hieß bisher Duell David vs. Torwart. Daran wollte der Meister der Serie keinen Zweifel lassen, auf dem Weg zu seinem 9. Doppelsieg von Beginn an bestimmte er mit seinem „Rieder Riegel“ das Geschehen gegen den tapfer verteidigenden Tabellenvorletzten ADMIRAL Bundesliga zum 3. 0 (1- du: 0) sei der Gewinner. Doch die Rieders waren derweil aufs Tor konzentriert und hatten am Ende Pech.

Liga-Torschütze Karim Adeyemi tauchte 9 Minuten erstmals frei vor SVR-Torhüter Sahin-Radlinger auf, ehe Rieder in höchster Not vor dem Tor parierte.

Eine Neuauflage des ÖFB-Cup-Finales vor zehn Jahren, vor dem es eine Schweigeminute für den am Sonntag verstorbenen Trainer des Jahrhunderts vom SC Sturm Graz gab – siehe dazu auch einen eigenen Artikel,

Für Nostalgiker – so sah die Zusammensetzung beider Mannschaften im Mai 2012 aus:

RB Salzburg: Walke; Schwegler, Schimmer, Ulmer (46. Hinteger), Sekagia, da Silva, Zarate (87. Hierländer), Svento, K. Laitgeb, Mayerhofer (73. Cristiano), Leonardo. Trainer: Ricardo Moniz, Co-Trainer: Niko Kovac.

SV Reed: Gebauer, Riegler, Schreiner, Raifeltschamer (46. Lexa), Mailinger, Hinum, Hadzic (Casanova), R. Suhl, Baichler, Siegel (73. Karil), Guillem. Trainer: Gerhard Schweizer. Co-Trainer: Michael Angerschmidt.

Zehn Jahre später stehen nur noch Andreas Ulmer (RBS) und Marcel Siegl (SVR) in der Startelf, beide „Urgesteine“ ihrer Vereine und aktuelle Kapitäne sowie gebürtige Oberösterreicher. Innviertler als klarer Außenseiter in dieser Saison um den Pokal der Saison mit drei unterschiedlichen Trainern auf dem Weg ins Finale: Andreas Heraf, Christian Heinle (mit einem 2:1-Coup aus dem Achtelfinale bei Sturm Graz) und Roberts Iberstsberger (Viertel- u Halbfinalsiege gegen Austria Klagenfurt & TSV Hartberg).

Am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, hatte der tief sitzende Vorleser (Abwehr von fünf, zuvor vier Mittelfeldspielern und Solostürmer Ante Baic) sofort viel Arbeit in der Abwehr … Salzburg wollte da seine Favoritenrolle spielen von Anfang an agierte sie so kraftvoll wie immer. Nach langem Volleyschuss von Ulmer brach Adeyemi dank seiner Schnelligkeit im Strafraum beherzt zu Lackner auf, warf den Ball an SVR-Schlussmann Sahin-Radlinger vorbei, doch Reeder rettete im Ernstfall vor dem Überschreiten der Torlinie (9.) .

Der 36-jährige Kapitän Andreas Ulmer, hier gegen Marcus Lackner, mit seinem 23. Titel (13x Meister, 10x Pokalsieger)

Der Liner zog verletzt ab – Suchic mit präziser Arbeit zum 1:0

Dann kam es zu einer kuriosen, etwa vierminütigen Spielunterbrechung … Schiedsrichterassistent Martin Höfler verletzte sich an den Muskeln und so nahm der 4. Schiedsrichter Rene Eisner seinen Platz auf der Linie ein. Er sah, wie ein ambitionierter 25-Meter-Freistoß von Reed-Kapitän Marcel Ziegl von Karim Adeyemi ins Tor abgefälscht wurde.

Der 20-jährige DFB-Stürmer ebnete dann den Weg zum Salzburger Führungstreffer … mit der Ballgeschwindigkeit durch den Mittelfeldspieler, ein Flachpass auf den angreifenden Verteidiger Andreas Ulmer, dessen Flachflanke von links abgeblockt wurde, bevor Adeyemi den traf Ball zurück und knapp für Luka Suchic. Der 19-jährige Linzer gegen die Oberösterreicher mit Präzisionsarbeit … direkt von links aus 18 Metern von links ins rechte Mitteleck – achtes Tor im Frühjahr für den Spieler der kroatischen U-21!

Die Wikinger zeigten sich unbeeindruckt von ihren 3.500 Anhängern, die für eine tolle Stimmung sorgten und auf ihre Chance zum Kontern warteten. Rezipient: Torschütze Ante Baic, gegen den Torhüter Kyon einfach aus seinem Strafraum rannte und mit dem Fuß klärte (39.). Gegen „Rider Rigel“ pressten die Bullen hingegen relativ stark und blieben nach sechs Minuten Nachspielzeit mit 1:0 zur Pause stehen.

Baic mit Ausgleichschance, dann Wober mit 2:0

Nach der Wiederaufnahme legte der Außenseiter furios los: Ante Baic konterte im Sechzehner gekonnt von links – Torhüter Kyon parierte den halbhohen Schuss (47.). Wenig später bewiesen die Roten Bullen auf der Gegenseite erneut ihre Schlagkraft. Eine kurze Ecke von rechts, bevor Noah Ocafor den Ball zu Maximilian Wober mit seinem rechten Inneneck ins rechte Strafraumeck serviert. Ante Baic verfehlte die Hereingabe, der hinter ihm lauernde Innenverteidiger vollendete den Ball mit einem Kopfball zum 2:0 (52.). Angeregt durch die Führung, passte Andreas Ulmer unnachahmlich auf die linke Flanke und bediente Karim Adeyemi, dessen direkter Schuss allein vor Torhüter Sahin-Radlinger übers Tor ging (60.).

Nach der Pause schießt das Adrenalin hoch – heiße Diskussionen

Dann heizte sich die Stimmung auf…. das Sturmduo in Salzburg Okafor und Adeiemi alleine vor Sahin-Radlinger, der Schweizer stand dem Deutschen gegenüber und landete vor dem Österreicher im Tor des SVR und schlüpfte in seinen Heimatreiter . Der Münchner hatte dann etwas von Innviertler zu hören, bevor der ausgeglichene Schiedsrichter Harkam die Aktion mit der Abseitsentscheidung für Ocafor beendete (65.)

Auf der anderen Seite betonte der Solostürmer Ante Baic erneut, doch sein spektakulärer Schuss von oben wurde zur sicheren Beute für Torhüter Kyon (68.). Wenig später “Bildung einer Meute” vor dem 16. in Salzburg, weil Reeder einen Freistoß forderte, nachdem Suchic Mikic geschoben hatte (75.). Zweite hitzige Szene in der 2. Halbzeit, Schiedsrichter Harkam im ansonsten fairen Endspiel mit einem für jedes Mal gelb, in beiden Lagern anerkannt.

Wöber zweimal mit einer heldenhaften Rettung

Doch Reeder traf weiter, nachdem Balic alleine vor Koen auftauchte, der den Salzburg-Schlussmann parierte, bevor Leo Mikics anschließender Treffer von ÖFB-Spieler Maximilian Wober mit einer sensationellen Artistik-Parade nahe der Torlinie das Tor rettete.

Dann wieder Mikic gegen Weber, der – aus Reeders Sicht – im Sechzehner die linke Hälfte verteidigte und sich heldenhaft in den Ball warf … gefolgt von einem VAR-Elfmetercheck, um zu sehen, ob der Wiener eine Hand drauf hatte (85.) Keine Bestrafung!

Benjamin Sesko hat sich einen Torschützenkönig im ÖFB-Cup gesichert

Bitter für Reeder, der wenig später auch von Salzburgs Entscheidung erfuhr. Statt 2:1 wenig später 3:0. Karim Adeyemi mit einer Flanke und Benjamin Sesko aus wenigen Metern freistehend zum fünften Tor für den ÖFB-Cup in dieser Saison und sich damit eine „Torschützenkrone“ im Rennen. Es ist!

Die neu erworbene Trophäe (bestehend aus Holz, Stein, Metall und Glas), die von Marina Hormanseder entworfen wurde und bei einem Durchmesser von 43 Zentimetern 70 Zentimeter hoch ist und 12 Kilogramm wiegt, steht ab 2019 im „Bullenstall“. Für Salzburg ist es in der Red-Bull-Ära der neunte Doppelsieg und gleichzeitig der neunte Pokalsieg.

🎶 DOPPELSIEGER, DOPPELSIEGER, hey, hey! 📢 #RBSSVR #WirSindErfolg pic.twitter.com/xk3Gqykx7r

– FC Red Bull Salzburg (@RedBullSalzburg) 1. Mai 2022

Finale Saison des Uniqa ÖFB Cup 2021/2022

FC Red Bull Salzburg – SV Guntamatic Ried 3:0 (1:0)

Sonntag, 1. Mai 2022, 17:00 Uhr, Wörtherseestadion, Klagenfurt, Z: SR: Alexander Harkam (Steiermark)

Red Bull FC Salzburg (4-4-2, Mittelfeldraute): Kön; Christensen, Solet, Weber, Ulmer (Kapitel); Capaldo (63. Aaronson), Kamara (90.+1, Junuzovic), Suchic, N. Zaivald; Adeyemi (90. +1, Kjaergor), Okafor (73. Sheshko). Trainer: Matthias Jaisel.

SV Guntamatic Ried (5-4-1): Sahin-Radlinger; Wismayer (57. Mikic), Meisle, Luckner (82. Weberbauer), Plavotic, Gestorben; Stosic, S. Nutz, Ziegl (ch.), Satin (82. Nene); Bayich. Trainer: Christian Heinle.

Tore: 1:0 (27., Linksschuss) Sucic, 2:0 (52., Kopfball) Wober, 3:0 (87., Rechtsschuss) Sesko.

TW: Suchic (76., unsportlich) / Baic (76., unsportlich).

Spielfilm im Ligaportal LIVETICKER

Foto: FC Red Bull Salzburg via Getty