25.04.2022 13:26 (akt. 25.04.2022 13:26)
Der Tod von Willi Resetarits hinterlässt „eine schmerzliche Lücke“ © APA / HERBERT PFARRHOFER
Große Trauer: Der plötzliche Tod von Willi Resetarits, auch bekannt als „Ostbahn Kurti“, hat nicht nur die katholische Kirche und die Caritas „tief getroffen“.
Damit verlieren „das Burgenland, die Volksgruppe der Burgenlandkroaten und ganz Österreich eine Stimme, die nicht nur unvergleichlichen Melodien Gehör verschafft, sondern auch benachteiligten und entrechteten Menschen in unserer Gesellschaft“, wurde Bischof Egidij J. Zhifkovic von Eisenstadt zitiert wie gesagt Kathpress.
Kirche und Caritas würdigen Ostbahn Kurti
Resetarits „haben seinen Erfolg in seiner facettenreichen musikalischen Laufbahn immer wieder für soziale und gesellschaftspolitische Projekte genutzt“, sagt Zifkovic. „Er blieb nicht, was viel wäre, der Musiker mit gesellschaftspolitischen Botschaften, sondern er wirkte ganz konkret durch seine zahlreichen sozialen Initiativen wie das Wiener Integrationshaus.“
Caritas-Präsident Michael Landau und Caritas-Wien-Geschäftsführer Klaus Schwertner kommentierten die Genesung auf Facebook. Sein plötzlicher Unfalltod „hinterlässt eine schmerzliche Lücke und ist ein herber Verlust“, schrieb Landau. Die Verschränkung von künstlerischem und sozialem Engagement hat viele Menschen ermutigt und inspiriert, sich für andere einzusetzen. Resetrits haben “viel zum friedlichen und respektvollen Zusammenleben in unserem Land beigetragen”.
“Er war ein wahrer Kämpfer für die Menschlichkeit.”
Schwertner schrieb: „Oh, nein. Der Kurtl ist nicht mehr“ und erinnerte an die „zahllosen und unvergesslichen“ Konzerte von Resetarits, die er miterlebt habe. Wie unermüdlich er sein Leben lang für Menschenrechte und Menschlichkeit gekämpft habe, „ist und bleibt ein Vorbild. Er war ein wahrer Kämpfer für Menschlichkeit.“
ÖVP-Sprecher Nikolaus Berlakovich bezeichnete Willi Resetarits in einer Aussendung als „einen großen Burgenländer mit großem Herzen“. Er war nicht nur ein „hervorragender Künstler“, sondern war als Burgenlandkroate dem Burgenland tief verbunden und engagierte sich stets für Volksgruppen.
Tod von Willi Resetarits: „Es ist undenkbar, dass Willie nicht mehr da ist“
Nikolaus Heinelt, Organisator des Flüchtlingsballs, und Andrea Eraslan-Weninger, ehemalige Geschäftsführerin des Integrationshauses, sprachen im Interview über den Tod von Willy Rezetarits, sein Leben und sein soziales Engagement.
Austropop Legends: Eine Erinnerungsshow für Willi Restarits
ServusTV ändert im Gedenken an Willi Resetarits sein Programm und strahlt an diesem Montag um 22:30 Uhr eine ihm gewidmete Ausgabe von „Austropop Legends“ aus. Rudy Dolezals Dokumentarfilm zeichnet die wichtigsten Stationen der bunten und langen Karriere des Musikers nach, der als „Ostbahn-Kurti“ in das österreichische Musikgedächtnis eingegangen ist. Resetarits starb gestern im Alter von 73 Jahren bei einem Unfall. Am Samstagabend eröffnete er den Flüchtlingsball im Integrationshaus in Wien.
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