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Sibel Arslan hat Probleme mit Russlands Ansprache in der „Arena“.

Shitstorm nach der Arena-Show.

Arslan stellt Russlands Aussage in Frage

Die Ukraine provoziere Russland mit ihrer Annäherung an die Nato, behauptet die Nationalberaterin der Grünen Sibel Arslan in SRF «Arena». Für ihre heikle Aussage muss sie heftige Kritik einstecken – auch von ihrer eigenen Partei.

Gepostet: vor 55 Minuten

Moment mal – was hat Sibel Arslan (42) gerade gesagt? Die Worte der Nationalrätin der Grünen in Basel in der SRF-“Arena” vom vergangenen Freitag sorgten nicht nur bei der Fraktionschefin der Grünliberalen Tiana Angelina Moser (43), die neben ihr im Studio stand, für Irritationen.

In der Diskussionssendung, die sich um die Neutralität der Schweiz drehte, sagte Arslan zur Ukraine: “Nur die Annäherung an die Nato hat Russland so provoziert, dass dort ein Krieg begann.” Die Aussenpolitikerin wollte betonen, wie wichtig es aus ihrer Sicht ist, dass sich die Schweiz aus dem Verteidigungsbündnis heraushält.

Gefangen in einem Shitstorm

Die unkluge Aussage führte zu einem wütenden Sturm. Arslan versuchte, seine Worte klarzustellen, sobald GLP-Kollege Moser nicht zuletzt durch seinen Gesichtsausdruck unmissverständlich klar machte, wie sensibel er das Gesagte dachte. Aber was gesagt wurde, wurde gesagt. Auf Twitter tauchten schockierte und empörte Kommentare auf.

Arslan wird vorgeworfen, russische Propaganda verbreitet zu haben. “Es ist fast ein SVP-Wörterbuch”, klagte ein User. Ihre Worte seien “peinlich” und “beschämend”, schrieben andere. Zentralnationalrat Marian Binder (64) twitterte, Arslans Worte würden Putin gefallen. Stark kritisiert wurde auch, dass der Grünen-Politiker die Nato eher als “Militärbündnis” denn als Verteidigungsbündnis bezeichnet.

Arslan bedauert die Formulierung

Der Nationalberater postete daraufhin eine Klarstellung auf Twitter. Provokation sei “niemals ein Grund oder eine Rechtfertigung für einen Krieg”, stellt sie klar. In einem zweiten, ausführlicheren Statement streute sie sich Asche auf den Kopf: „Mir ist bewusst, dass die Formulierung, die ich inmitten eines Wortgefechts gewählt habe, irreführend war, und es tut mir leid“, schrieb sie.

Sie hielt aber an ihrer Überzeugung fest, dass die Schweiz militärisch neutral bleiben solle. „Als neutrales Land kann es seine Rolle als Friedensvermittler viel effektiver und verlässlicher wahrnehmen.

Wie «CH Media» berichtet, wurde Arslan auch in der Partei für ihre Rede bei «Arena» gerügt. Grünen-Präsident Balthazar Gletli (50) sagte der «Aargauer Zeitung», er habe ein Gespräch mit ihr geführt. Arslans Aussage entspricht nicht der Position der Grünen – und das sieht sie auch so. (lha)

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