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Sommerwelle: Vierte Masche für Risikopersonen

Die Pandemie macht keine Sommerpause. Reisen, Konzerte oder Festivals sind uneingeschränkt geöffnet. Dadurch steigt die Zahl der Infizierten trotz hoher Temperaturen weiter an. Das Kabinett von Gesundheitsministerin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) sagt, die Situation in den Krankenhäusern werde weiter beobachtet und die Vorgaben der Bundesregierung und des Nationalen Impfausschusses befolgt – auch bei der vierten Impfung.

Die vierte Impfung – oder zweite Auffrischimpfung – wird derzeit nur Off-the-Label geimpft. Das Nationale Impfkomitee empfiehlt diese Off-Label-Impfung jedoch bereits für stark immungeschwächte oder immunsupprimierte Personen und für Personen über 80 Jahren. Auch Personen mit Risikoerkrankungen – wie Asthma oder Diabetes – und Personen über 65 Jahren sollten einen Arzt aufsuchen und sich gegebenenfalls impfen lassen.

Vierte Impfung mit angepassten Impfstoffen im Herbst

Der Abstand zwischen der dritten und vierten Impfung sollte mindestens vier Monate, idealerweise sechs Monate betragen. „Ich denke, alle anderen können bis zum Herbst warten, bis angepasste Impfstoffe erscheinen. Dass dies mit einem gewissen Risiko verbunden ist, steht außer Frage, denn wir wissen, dass die Immunität nach drei bis vier Monaten zu schwächeln beginnt. Sie sind zwar noch vor dem schweren Verlauf geschützt, aber nicht vor einer Ansteckung“, sagte Virologe Norbert Novotny.

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Anstieg der Neuinfektionen durch viele Reisen

8.000 Menschen in Niederösterreich wurden laut Daten von Notruf Niederösterreich bereits viermal geimpft. Wer jetzt den vierten Stich bekommt, kann sich im Herbst zum fünften Mal mit einem auf Coronavirus-Varianten angepassten Impfstoff impfen lassen. Dann haben Sie einen starken Impfschutz für die Herbst- oder Winterwelle.

Eine Infektion ersetzt keine Impfung gegen Covid-19. In diesem Fall sollte auch die vierte Impfung nach einer CoV-Infektion erfolgen, sofern die Kriterien der Nationalen Impfkommission zutreffen. Dies wird frühestens vier Wochen nach der Genesung empfohlen. Das Land Niederösterreich hält Impfstellen mit geänderten Öffnungszeiten geöffnet.

Eigenverantwortung statt Isolation?

Beim Thema Isolation setzt Novotny künftig auf Eigenverantwortung und widersetzt sich der Isolationspflicht: „Dann wird es eben wie eine Grippe behandelt – es gibt also keine Sperrung mehr. Dann entscheidet jeder, ob er sich impfen lässt oder nicht. Wenn sich jemand krank fühlt, wird er krankgeschrieben und wird seine Kollegen bei der Arbeit nicht anstecken.

Anders wird die Lage von Gesundheitsministerin Königsberger-Ludwig eingeschätzt. Kritisch sieht man laut Dienst die Aussetzung der Isolationspflicht für Infizierte – mehr noch im Ärzteverband zur Erleichterung der Quarantäne (noe.ORF.at; 09.06.2022). Aktuell gibt es einen Aufruf, sich nach Reisen und dem Besuch von Veranstaltungen testen zu lassen und bei positivem Ergebnis zu Hause zu bleiben.

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Die Situation in Niederösterreich

In Lilienfeld gibt es noch keinen BA.4 / BA.5

Über die Auswirkungen der Coronavirus-Varianten BA.4 / BA.5 ist wenig bekannt. Sie gelten derzeit als ansteckender, dürften aber die Krankenhausbelegung nicht ernsthaft erhöhen. Am Freitag wurden in Niederösterreich 323 Fälle von BA.4/BA.5 gemeldet. Das sind 96 mehr als am Dienstag mit 227. Nach Kabinettsangaben von Gesundheitsministerin Königsberger-Ludwig sind derzeit 172 Menschen positiv, 151 gelten als geheilt.

Die Fälle im Bundesstaat breiteten sich weiter in 19 Bezirken und den vier legalen Städten aus. Lediglich der Bereich Lilienfeld war frei von BA.4 / BA.5. Insgesamt wurden am Freitag in Niederösterreich 1.412 CoV-Neuinfektionen gemeldet. Etwas mehr waren es in Wien – 1667. Weniger Neuinfektionen gab es in Oberösterreich mit 526 und in der Steiermark mit 361. Die Sieben-Tages-Inzidenz in Niederösterreich lag bei 428. Wien allein bei 598,2.