Es steht nun fest, dass Deutschland schwere Waffen (einschließlich Panzer) an die Ukraine liefern wird. Der Bundestag hat am Donnerstagmorgen den Plänen der Regierung mit großer Mehrheit zugestimmt.
Am Vorabend der Debatte wandte sich Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne) noch einmal mit einem Video auf Instagram und Twitter an seine Abonnenten, begründete seine Zustimmung zur Rüstungslieferung – und wurde dabei sehr persönlich.
Wenn er über Waffen für die Ukraine spreche, denke er an seinen Besuch in der Ukraine vor einem Jahr, sagte Habek.
Besonders eines Nachts in der Stadt Mariupol ging ihm nicht mehr aus dem Kopf: “Weil die Orte, an denen ich war, das Hotel, in dem ich wohnte, jetzt zerstört sind.”
Habek: „Ich sehe Menschen, ich sehe den Kellner, der uns damals bedient hat, und ich frage mich, ob er noch lebt. Ich denke an die Fischer und frage mich, ob sie jetzt im Bunker der Stahlfabrik sind oder schon getötet wurden.
Emotional berichtete der Minister auch von seinem Besuch in der Hauptstadt Kiew. Es gibt eine Wand mit Fotos von ukrainischen Soldaten, die seit Kriegsbeginn 2014 in der Ostukraine gefallen sind: „Das ist wirklich eine ewig lange Wand. Es hört einfach nicht auf. Wenn man in die Gesichter junger Männer schaut, fühlt man sich wirklich anders. Diese Zahl von mehreren tausend Toten – plötzlich gibt es konkrete Menschen und Gesichter, keine abstrakte Zahl.“
An der Wand sah er einen jungen Soldaten in Uniform: „Den habe ich auch überholt. Und sein Gesicht war leer. Und ich weiß nicht, ob er Angst vor der Mission hat, ob er von der Mission zurückgekommen ist, ob er dort seinen Bruder verloren hat. Und jetzt frage ich mich: Was ist mit dem Soldaten passiert?
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