Angeblich sollen 4.500 Euro an das Rote Kreuz gespendet worden sein, aber das Rote Kreuz weiß nichts davon. Nicht zuletzt wegen dieser Ereignisse kündigte Wallner eine externe Prüfung des Wirtschaftsverbandes an. „Jetzt muss alles im Wirtschaftsverband studiert werden“, sagte er am Freitag den Vorarlberger Nachrichten.
Vor dem Wochenende wurde dem Landeshauptmann – in Form einer eidesstattlichen Erklärung, aber anonym – vorgeworfen, bei einem Firmenbesuch um Werbung gebeten und im Gegenzug politische Entgegenkommen versprochen zu haben. Wallner wies den Auftritt schroff als “eklatante Lüge” zurück.
Neue Vorwürfe
„Ich bin kein Werber des Wirtschaftsverbandes“, betonte er. Die Salzburger Nachrichten zitierten am Samstag eine eidesstattliche Erklärung des ehemaligen Vorarlberg-Chefs ÖGB Norbert Locker, der sagte, er selbst habe Wallner nie direkt auf Anzeigen in der Wirtschaftsbund-Zeitung angesprochen, er habe aber von anderen Unternehmern gehört, dass „er auch Werbung für Werbung ist“. .
Nach einem UN-Bericht vom Freitag wurde Wallner zum Rücktritt aus der Opposition in Vorarlberg aufgefordert. FPÖ, SPÖ und NEOS forderten unabhängig voneinander Wallners Abgang als Regierungschef.
„Aufgrund der bisher bekannt gewordenen Machenschaften ist ein Verbleib von Landeshauptmann Wallner nicht mehr möglich“, sagte FPÖ-Präsident Christoph Bichi. Die SPÖ sah den Rücktritt als “unausweichlich” an, auch NEOS-Chefin Sabine Shefknecht forderte den Rücktritt von Titler.
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