Was wird zum Digitalisieren von Fotos, Dias und Negativen benötigt? Mit unseren Tipps retten Sie Ihre Fotoschätze im digitalen Zeitalter.
Viele Fotos verdienen es nicht, in Kisten und Schubladen zu verstauben. Sie zu scannen kann ihnen neues Leben einhauchen. Je nach Ausgangsmaterial benötigen Sie unterschiedliche Geräte und Werkzeuge. Wir stellen Ihnen die notwendige Hardware vor und geben Tipps zur Digitalisierung von Fotoschätzen.
Flachbettscanner
Bild 1: Der rund 333 CHF teure Epson Perfection V600 Photo ist ein guter Flachbettscanner mit Durchsichteinheit für Dias und Negative
Quelle: PCtipp.ch
Am schonendsten für die Originalbilder ist das Auflegen des Fotos auf völlig glattes Glas in einem Flachbettscanner, Bild 1. Hier wird nichts geknickt oder geknickt. Im Gegenteil: Werden die Fotos beispielsweise zu einer Schachtel gefaltet, bringt die Hülle sie für den Scanvorgang wieder in eine völlig flache Form.
Der Nachteil des Flachbettscanners ist jedoch, dass das Scannen von Bildern sehr lange dauert: Deckel öffnen, Bild einlegen, möglichst genau ausrichten, Deckel vorsichtig schließen, scannen, Deckel wieder öffnen, nächstes Bild einlegen und ausrichten es – und so weiter.
Feed-Scanner
In ein solches Gerät legen Sie einen Bilderstapel ein, nehmen grundlegende Einstellungen in der Software vor und scannen den gesamten Stapel auf einmal. Nicht alle Einzugsscanner sind gleichermaßen geeignet. Beispielsweise ist der originale Brother ADS-2800W angenehm zu bedienen und schnell genug, aber gescannte Fotos verlieren in dunkleren Bereichen viele Details. Ein Kunststück, denn seine Stärke liegt nicht in den Fotos, sondern in den Dokumenten.
Bild 2: Der FF-680W von Epson ist ein blitzschneller Fotoscanner
Quelle: PCtipp.ch
Allerdings gibt es Einzugsgeräte, die Fotos in guter Qualität und sehr schnell scannen. Der 540 Franken teure Epson FF-680W, den unser Freelancer Beat Rüdt für seinen YouTube-Kanal (Video auf Berndeutsch) testet, ist auf das Massenscannen von Fotos spezialisiert, Bild 2. Wenn Sie bereits einen Scanner haben, testen Sie dessen Fähigkeiten mit ein paar besonders Helle und dunkle Fotos, nehmen Sie eine Lupe und vergleichen Sie das Ergebnis des Originalfotos mit dem Ergebnis des Bildschirmscans. Wenn die Qualität nicht ausreicht, erwägen Sie den Kauf eines neuen Geräts. Alternativ können Sie es zum Beispiel bei sharely.ch mieten (siehe auch hier).
Die Nachteile des Einzugsscanners sind nicht zu übersehen: Die Bilder werden beim Scanvorgang an den Rollen entlang geführt und leicht gebogen. Erstens kann dies zu kleinen Verzerrungen im Ergebnis führen. Zweitens wird dies nur für Personal empfohlen, das sich in guter Verfassung befindet. Wenn das Papier sehr dünn ist, bereits Risse aufweist, Beschichtungen abblättern oder Unebenheiten aufweisen, erhöht sich die Gefahr von Vorlagenstaus und im schlimmsten Fall sogar einer Beschädigung des Originalfotos. Je nach Bildmaterial empfiehlt es sich, keine zu dicken Stapel einzulegen. Viele Emissionsscanner bieten auch die Möglichkeit, die Rückseite zu scannen. Bei Fotos kann das sinnvoll sein, zumal die Rückseite oft Auskunft darüber gibt, wann das Foto aufgenommen wurde bzw. wann und wo es entwickelt wurde. Manchmal gibt es handschriftliche Notizen oder das Datum und Siegel der Fotoshop-Firma.
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