Diabetische Hautprobleme: Das ist der Grund
Produziert der Körper kein oder zu wenig Insulin, um den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker abzubauen, steigt zwangsläufig der Blutzuckerspiegel an. Für Diabetiker ist die Überwachung und Regulierung des eigenen Blutzuckerspiegels manchmal lebenswichtig. Zu viel Zucker im Körper hat viele negative Auswirkungen auf Organe und Nerven. Der hohe Blutzuckerspiegel von Diabetikern wirkt sich jedoch auch auf die Gesundheit der Haut aus. Diabetiker leiden oft unter sehr trockener, gespannter und juckender Haut. Der Körper versucht, überschüssigen Zucker durch den Urin aus dem System zu spülen. Durch häufiges Wasserlassen wird viel Flüssigkeit entfernt, die sonst für die Haut von Vorteil wäre.
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Dehydrierte Haut ist viel anfälliger für Entzündungen, da Bakterien durch mikroskopisch kleine trockene Risse auf der Hautoberfläche eindringen können. Chronisch hoher Blutzucker schädigt auch Nerven in der Haut. Kleinere Verletzungen werden erst später oder gar nicht bemerkt. Menschen mit Diabetes entwickeln manchmal schwere Entzündungen der Haut und des Gewebes, wie z. B. diabetischer Fuß. Der Mangel an körpereigenem Insulin wirkt sich auch hemmend auf das normale Wachstum der Hornhautschichten aus. Daher ist die Haut von Diabetikern an vielen Stellen weniger geschützt.
All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Menschen mit Diabetes eine besonders empfindliche und pflegebedürftige Haut haben können. Mit den folgenden Pflegetipps kann geschwächte Haut bestmöglich unterstützt werden.
3 Tipps für gesunde Haut trotz Diabetes
1. Sahne, Sahne, Sahne
Chronisch trockene, zu Entzündungen neigende Haut benötigt eine besondere Pflege. Viele Diabetiker leiden unter juckenden trockenen Wunden. Wenn es wieder aufflammt und der Juckreiz unerträglich wird, kratzen sich manche Betroffenen die Haut in Stücke. Bakterien und Schadstoffe können die beschädigte Hautbarriere passieren und Entzündungen verursachen. Statt dem Juckreiz nachzugeben, ist es viel ratsamer, hautfreundliche Pflegecremes aufzutragen. Diabetiker sollten Feuchtigkeitscremes verwenden. Cremes enthalten bestenfalls noch Urea, Vitamin E oder Pflegezusätze wie Jojobaöl. Vorzugsweise sind in Hautcremes keine Duftstoffe enthalten.
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2. Vermeiden Sie langes Duschen und Baden
Menschen mit empfindlicher, trockener Haut – auch Diabetiker – sollten nicht zu viel Zeit unter der Dusche oder gar in der Badewanne verbringen. Paradoxerweise trocknet auch übermäßiges Duschen und Baden die Haut aus. Lange Duschen spülen auch viele der natürlichen Hautfette weg, die unsere Schutzhülle braucht, um äußere Schadstoffe und Krankheitserreger in Schach zu halten. Daher sollten Menschen mit Diabetes nur kurz duschen, pH-neutrale Duschlotionen verwenden und nach jedem Duschen feuchtigkeitsspendende Hautpflegeprodukte verwenden. Auch Feuchtigkeitscremes nach dem Duschen sind empfehlenswert.
3. Fußpflege und Flip-Flops in Pools
Da die Haut von Diabetikern trockener ist, können Fuß- und Nagelpilze leichter die empfindliche Hautbarriere durchdringen. Daher sollten Diabetiker besonders auf eine regelmäßige Fußpflege achten. Dazu gehören beispielsweise tägliche kurze Fußbäder, pH-neutrale Fußpflegelotionen und das gewissenhafte Abtrocknen der Zehenzwischenräume, in denen sich Bakterien und Pilze sonst in feuchter Umgebung gut austoben können. Die besondere Anfälligkeit für Hautpilzerkrankungen bedeutet jedoch gerade während der sommerlichen Badesaison in Freibädern und Schwimmbädern: Badelatschen tragen! Wo viele Barfußmenschen unterwegs sind, sollten unbedingt Hausschuhe oder Badeschuhe getragen werden, um zu verhindern, dass Bakterien, Viren und Pilze die eigene, besonders empfindliche Haut an den Füßen gar infizieren.
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