Zwischen den Songs zeigte sich Naderer auf der Bühne, gespielt von Ö3, von seiner ruhigen Seite. Vor allem mit dem Lied „Bleibst du bei mir“ animierte sie ihr Publikum zum Singen. Sie stand vor der Donauinselfest-Bühne und dachte: „Da will ich auch bleiben“, sagt die Sängerin. Ray Dalton malte ein anderes Bild von sich, er eröffnete seine Show mit Flammen. Die energiegeladene Amerikanerin aus den USA lockte das Publikum wohl nicht mit extra Wärme, sondern eher mit Hits wie „Can’t Hold Us“ oder „Rehab“ von Amy Winehouse. “Ich verbringe die Zeit meines Lebens”, verkündete Dalton.
Der Arbeiter-Samariter-Bund ist für die medizinische Sicherheit zuständig und hat rund 150 Sanitäter und sieben Notärzte auf die Insel entsandt. Rund 20 Eingriffe seien ohne schwerwiegende Folgen wie Insektenstiche, Hitze oder Kreislaufprobleme erfolgt, teilte die humanitäre Organisation mit. Die Polizei sagte auch, dass bisher nichts Dramatisches passiert sei. Der Helikopter war aufgrund von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) freute sich, dass die Menschen in zwei Jahren wieder die „großen Kulturveranstaltungen kostenlos“ besuchen könnten. Bei einem Rundgang über die „Insel der Arbeitswelt“ checkte er in einem dafür vorgesehenen Container seinen Gesundheitszustand und begegnete andernorts Amphibien und Reptilien.
Ludwig und SPÖ-Staatssekretärin Barbara Novak zeigten sich trotz aktuell steigender Kronenzahlen vom Gesundheitskonzept des Donauinselfestes überzeugt. Novak betonte, dass man sich auf der Insel frei bewegen und den Menschenmassen aus dem Weg gehen könne. Vor allem während Daltons Auftritt strömten immer mehr Menschen auf den Bereich vor der Bühne, aber auch auf der dahinter liegenden Wiese – zwischen den Ständen für Almdudler, Döner und Fisch mit Fisch – bildeten sich viele Sitzgruppen. Masken sucht man vergeblich – Ludwig rät, sie drinnen zu tragen.
Am Abend werden der Schlagersänger Naschenweng (um 21.10 Uhr auf der Schlagerbühne) und der Sänger und Songschreiber Nico Santos (um 22.30 Uhr auf der Mittelbühne) erwartet. Auf der größten Bühne sind heute die Sängerin Matea (19.45 Uhr) und die Band Edmund (21.00 Uhr) zu hören.
Die ausgelassenen Feierlichkeiten kontrastieren mit dem Gedenken an den Krieg in der Ukraine: Um 21.55 Uhr müssen alle Etappen gleichzeitig gestoppt werden, gefolgt von einem solidarischen Lichtermeer. Die ukrainische Popgruppe Latexfauna spielt an allen drei Tagen auf der „Peace Stage“, und mit dem Brillenpfand werden Spenden für die Flüchtlingshilfe gesammelt.
Wenn Sie zum Festival anreisen möchten, empfiehlt sich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Der ÖAMTC warnte im Vorfeld vor „striktem Abschleppen“, wenn die Fahrzeuge verkehrswidrig abgestellt würden. Die Wiener Linien verkürzten aufgrund des zu erwartenden Andrangs ihre Fahrintervalle.
(SERVICE –
Add Comment