14. Juli 2022 um 12:29 Uhr
Rauchwolke über Düsseldorf: Brand bei einem Schrotthändler in Oberbilk
Das Feuer auf der Straße Im Liefeld verursachte eine dichte Rauchwolke.
Düsseldorf Update Großeinsatz für die Düsseldorfer Feuerwehr: Am frühen Mittwochabend ist im Stadtteil Oberbilk auf dem Gelände eines Schrotthändlers ein Feuer ausgebrochen.
Eine dicke Rauchsäule stieg am frühen Mittwochabend über Oberbilk auf und bewegte sich langsam in Richtung Lirenfeld und Eller. Die Feuerwehr alarmierte über die Katastrophenwarn-App Nina und forderte die Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung sei am Abend aufgehoben worden, teilte die Feuerwehr mit. „Es bestand nie eine Gefahr für die Bevölkerung“, heißt es in der Erklärung.
In einer Schrottaufbereitungsanlage geriet aus noch ungeklärter Ursache ein Schrotthaufen in Brand, wobei sich starker Rauch bildete. Bei dem Brand wurde niemand verletzt.
Gegen 17.15 Uhr wurde die Feuerwehr durch mehrere Anrufer auf das Feuer aufmerksam gemacht. Als die ersten Löschfahrzeuge eintrafen, brannte der vier Meter hohe Schrotthaufen bereits und verursachte eine dicke Rauchwolke, die über Bilk, Oberbilk, Lierenfeld und Eller aufstieg.
Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Schrotthalden auf dem Gelände konnte verhindert werden. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde der Brandhaufen mit dem firmeneigenen Bagger abgebaut, um Restkohle zu löschen.
Die Straße in Liefeld wurde von der Heerstraße in Oberbilk bis zum Seeheimer Weg in Lirenfeld von der Polizei komplett gesperrt. Dies betraf vor allem die Löschwasserversorgung: Mehrere hundert Meter Schläuche wurden verlegt, um die nötigen Mengen zu erreichen, um – wie ein Sprecher der Feuerwehr erklärte – eine Wasserversorgung aus dem sogenannten Ringsystem zu erreichen. Diese Leitungen führen deutlich mehr Wasser als die von ihnen abgehenden Abzweigungen. Damit ist einerseits sichergestellt, dass ausreichend Löschwasser vorhanden ist und Anwohner in der Umgebung weiterhin ausreichend mit Wasser versorgt werden können.
Gegen 20:30 Uhr konnte der Einsatzleiter Entwarnung geben, da der Brand eingedämmt und die öffentliche Warnung aufgehoben werden konnte. Um 23:00 Uhr führte die Feuerwehr eine weitere Routineinspektion der Deponie mit einer Wärmebildkamera durch. Da keine Glut gefunden werden konnte, kehrten die letzten der 60 Einsatzkräfte nach rund fünfeinhalb Stunden an ihren Einsatzort zurück.
Kennst du schon unseren Düsseldorfer Rhein Podcast Level?
Diesmal: Was hinter dem Ex-OB Geisels steckt ein sehr persönlicher Brief an Bürgermeister Keller? Wie ein Wasserhahn in der Altstadt Frieden gesichert? Und wie viel ist Düsseldorf drin neue Netflix-Serie ? Hör zu:
Personen wurden nicht verletzt. Der Schrotthaufen soll 20 Meter lang, 10 Meter breit und vier Meter hoch gewesen sein. Vermutlich habe es an Ölen und Fetten gelegen, dass es so stark gebrannt habe, so der Feuerwehrsprecher. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Add Comment