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„Ingwer-Prozess“: Sternekoch Shubek in 25 Fällen angeklagt

Der Münchner Sternekoch Alphonse Schubeck (73) ist wegen Steuerhinterziehung und versuchter Steuerhinterziehung in 25 Fällen angeklagt. Das teilte am Montag das Landgericht München I mit, das der Anklage gegen Schubeck stattgab und das Verfahren gegen den Koch nach der von ihm gerne verwendeten Zutat „Ingwer“ benannte.

Dem mitangeklagten Beamten werden laut Gericht Beihilfe zur Steuerhinterziehung und versuchter Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Der Prozess soll am 5. Oktober mit 18 Verhandlungstagen bis zum 22. Dezember beginnen. Nähere Angaben, etwa zur Höhe des Verfahrens, machte das Gericht nicht. Ein Sprecher verwies zuvor auf das Steuergeheimnis. Anfang August nahm das Bezirksgericht die Anklage an. Ende Juni 2019 wurde bekannt, dass gegen den berühmten Koch ermittelt wird. Auch Geschäftsräume wurden damals besichtigt. Shubek sagte damals, er wolle eng und offen mit den Behörden zusammenarbeiten.

Der 73-Jährige ist einer der bekanntesten Köche und Gastronomen Deutschlands. Mit seinem Namen als Marke schuf er ein Imperium aus Restaurants, Catering-Diensten, einer Eisdiele und einem Gewürzladen. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass sein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Er meldete Insolvenz an und begründete dies mit fehlenden Staatshilfen nach der Corona-Pandemie.

Schuhbeks Anwalt Sascha König wollte sich auf Nachfrage zunächst nicht zur Eröffnung des Hauptverfahrens äußern. Im vergangenen Jahr wollte Shubek zu dem Vorwurf nichts sagen.