Hamburg Unterbrochene Lieferketten
Zehn Frachtschiffe warten bereits auf die Einfahrt nach Helgoland
Bis: 21:38 | Lesezeit: 2 Minuten
Der Riesenstau hat enorme Auswirkungen auf den Welthandel
Aufgrund der Sperrung der Krone in Shanghai kommt es zu einer enormen Überlastung von Frachtschiffen. Und das hat enorme Auswirkungen auf den Welthandel. Die Folgen sind bereits zu spüren. Im Hamburger Hafen gibt es bereits große Probleme und es drohen große Versorgungsschwierigkeiten.
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Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine bringen Lieferketten weltweit durcheinander: Auch im Hamburger Hafen werden derzeit Container an Terminals festgehalten, Schiffe warten auf See – vielleicht wochenlang.
Unterbrechungen in globalen Lieferketten führen zu Problemen in den Häfen – auch Hamburg bekommt die Auswirkungen zu spüren. Durch lange Verspätungen auf Schiffen würden die Container zu den Terminals zurückgebracht, was zu Staus im Lager führe, sagte Hans-Jörg Heims, Sprecher des Hamburger Hafenlogistikers HHLA.
Eine ganze Reihe von Schiffen müssen derzeit bei Helgoland warten, bis in ihrem Zielhafen ein barrierefreier Platz frei wird. Laut Heims sind es derzeit zehn Frachtschiffe, die Hamburg ansteuern wollen. „Das kann ein paar Tage bis zu ein paar Wochen dauern.“ Trotz aller Bemühungen und des massiven Einsatzes von Personal und Technik kommt es zu Verzögerungen in der Bearbeitung.
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Wie sind diese Probleme entstanden? „Ausgelöst durch die Corona-Pandemie kommt es seit zwei Jahren zu Unterbrechungen in den Lieferketten auf der ganzen Welt“, sagte Hymes. „Durch die Blockade in chinesischen Großstädten wurde der Betrieb dortiger Häfen immer wieder unterbrochen. Und dann stauen sich dort die Schiffe. Wenn der Stau verschwindet, wird die Welle einige Wochen später in Europa ankommen.
Solche Situationen hat die HHLA in den vergangenen zwei Jahren immer gut gemeistert. Die Schiffsfahrpläne sind jedoch aufgrund anderer Ereignisse außer Kontrolle geraten, wie der eintägigen Blockade des Suezkanals durch das große Containerschiff Ever Given im März 2021, schlechtem Wetter und zuletzt dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.
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Weitere Containerflächen hat die HHLA bereits belegt. „Aber wir erreichen unsere Grenzen, je länger die Situation in der Lieferkette angespannt bleibt“, sagte Hymes. Je mehr Behälter in einem Lager sind, desto größer ist der Bearbeitungsaufwand und desto länger dauert die Freigabe.
Es dauerte 500 Meter vom Lager bis zum Schiff, bevor es gebracht wurde. Heute sind das schon mal 1,5 Kilometer – je nachdem, wo der Container steht. Die Situation an einem Terminal im Hamburger Hafen wurde durch Bauarbeiten für die Küstenenergie erschwert. Dadurch konnte dieser Platz teilweise nicht genutzt werden.
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