Etwa 400.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Gürtelrose. Nur wer schon einmal Windpocken hatte, bekommt sie. Ausgelöst wird die Infektionskrankheit durch das Herpes-Zoster-Virus (Varicella-Zoster-Virus, VZV). Krankheitserreger überleben in den Nerven des Rückenmarks.
Ist das Immunsystem geschwächt, können sie sich erneut vermehren und eine Gürtelrose verursachen. Prof. Claudia Sommer von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin erklärt, dass die Schmerzen laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) brennend, stechend, intensiv und anhaltend oder von kurzer Dauer sein können. Außerdem sind Menschen dort, wo die betroffenen Nerven liegen, manchmal extrem berührungsempfindlich. Wir informieren Sie über alle wichtigen Faktoren im Zusammenhang mit der Erkrankung. Außerdem erfahren Sie, welche Personengruppen geimpft werden müssen.
Gürtelrose: Diese Symptome sind typisch
In der frühen Phase der Erkrankung gibt es keine spezifischen Symptome. Patienten berichten nur über häufige Symptome:
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- Erschöpfung
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Leichtes Fieber
- Taubheit und Unbehagen in den betroffenen Hautpartien
Nach einigen Tagen verspüren die Betroffenen Schmerzen und die typischen Ausschlagsformen. Der Schmerz tritt vor, während und oft nach dem Ausschlag auf. Da Viren die Nerven bei Gürtelrose angreifen, spricht man von neuropathischen Schmerzen. Sie drücken ein brennendes oder brennendes Gefühl aus, sind manchmal dumpf und schießen immer wieder plötzlich.
Hautausschlag richtig behandeln: So können Sie gegen Gürtelrose vorgehen
Wird die Gürtelrose frühzeitig behandelt, stehen die Chancen gut, dass die Erkrankung vollständig geheilt wird. Gürtelrose tritt jedoch oft mehr als einmal auf.
Dann hat der Arzt verschiedene Möglichkeiten, den Ausschlag zu behandeln:
- Hautpflege: Desinfektionspuder, Lotionen und Gele, kühle und feuchte Kompressen – es gibt verschiedene Mittel, um Schmerzen und Juckreiz zu lindern
- Schmerzlinderung: Medikamente (z. B. Ibuprofen)
- Viren stoppen: Vermehrung von Viren hemmen (mit sogenannten Virostatika), innerhalb von 72 Stunden behandeln
- Behandlung von Folgeerkrankungen: Bei Postherpesneuralgie kann der Arzt die Therapie mit Schmerztherapie, Spasmolytika, Antidepressiva oder alternativen Therapien wie Akupunktur ergänzen.
Wichtig: Suchen Sie einen Arzt auf, sobald Sie die ersten Symptome einer Gürtelrose bemerken. Nur so können Sie die Infektion so schnell und dauerhaft wie möglich kontrollieren.
Risikofaktoren für Gürtelrose: Dies kann eine Infektion verursachen
Normalerweise ist das Immunsystem einer Person stark genug, um das Virus unter Kontrolle zu halten. Das bedeutet, dass die Infektion in den meisten Fällen nicht ausbricht. Wenn das Immunsystem aufgrund äußerer oder innerer Faktoren geschwächt ist, kann es zu einem Ausbruch kommen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind:
- UV-Strahlung
- Andere Infektionskrankheiten
- Stress und psychische Anspannung
- Krebs oder Chemotherapie
- Medikamente mit sogenannten Immunsuppressiva
- Angeborene Immundefekte
Das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, steigt mit dem Alter. Das Immunsystem wird später im Leben schwächer und Viren werden leichter aktiv. Zudem steigt das Infektionsrisiko ab dem 50. Lebensjahr deutlich an. Aus diesem Grund sollten sich Menschen ab einem gewissen Alter gegen die schmerzhafte und hartnäckige Krankheit impfen lassen.
Gürtelrose-Impfung: Wer sollte dringend geschützt werden?
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose in der Regel für Menschen über 60 Jahre. Wer krank ist oder an einer Immunschwäche leidet, sollte sich ab dem 50. Lebensjahr impfen lassen. In Deutschland sind zwei Impfstoffe zugelassen: Lebendimpfstoff und Totimpfstoff.
Zwei Dosen des Gürtelrose-Impfstoffs werden im Abstand von zwei bis maximal sechs Monaten verabreicht. Wurde eine Person mit einem Lebendimpfstoff gegen Windpocken (Windpocken) geimpft, ist eine Gürtelrose trotz Impfung möglich. Allerdings haben Kinder, die gegen Windpocken geimpft wurden, ein drei- bis zwölfmal geringeres Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Zudem ist der Verlauf milder als ohne Impfung.
„Die Impfung mit dem Gürtelrose-Totimpfstoff ist sicher. In den Zulassungsstudien gab es keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen“, schreibt das RKI auf seiner Website. Allerdings gilt der inaktivierte Gürtelrose-Impfstoff als sehr „reaktogen“. Das bedeutet laut RKI, dass Reaktionen wie Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Impfstelle möglich sind. Es kann auch vorkommen, dass sich Geimpfte ein bis zwei Tage lang müde fühlen, Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen haben.
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