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Schmerzhafte Krankheit: Wer braucht eine Gürtelrose-Impfung? – Hallo

Gürtelrose ist eine äußerst schmerzhafte Erkrankung. Auch dies kann zu komplexen Prozessen führen.

„In Deutschland infizieren sich jährlich mehr als 300.000 Menschen mit dieser Infektion, die durch das Windpockenvirus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus, verursacht wird. Nach einer Windpockeninfektion – meist im Kindesalter – schlummern die Viren jahrzehntelang im Körper, können aber plötzlich aktiv werden, weil das Immunsystem geschwächt ist, etwa durch eine Kroneninfektion“, erklärt Dermatologe Prof. Walker Steinkraus (68). . .).

Gürtelrose verursacht nicht nur sichtbare Rötungen der Haut in Form eines Gürtels oder Hufeisens. „Oft treten brennende Schmerzen in den betroffenen Hautpartien auf. Ein weiteres Symptom: Erschöpfung. Die Behandlung erfolgt beispielsweise mit dem Wirkstoff Aciclovir, einem Virostatikum“, sagt Prof. Steinkraus.

Chronisch Kranke sind besonders gefährdet

Die Symptome klingen in der Regel nach zwei bis vier Wochen ab. Gelegentlich, vor allem bei immungeschwächten Patienten, kann es zu einem komplexen Verlauf oder einer postzosterischen Neuralgie kommen – einer Entzündung des Nervs, die sehr starke messerartige Schmerzen verursacht.

Jeder, der Windpocken hat, kann Gürtelrose bekommen. Besonders gefährdet sind jedoch chronisch kranke Patienten wie Diabetiker, die an Krebs oder Rheuma erkrankt sind, sowie ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Prof. Steinkraus: „Grundsätzlich wird die Impfung gegen Herpes zoster ab dem 60. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen. Menschen mit Grunderkrankungen müssen jedoch ab dem 50. Lebensjahr geimpft werden. Die Impfung – die zweimal durchgeführt werden muss – hat eine sehr hohe Wirksamkeit von über 90 Prozent.

Foto: BAUEN

Ein weiterer Windpocken-Impfstoff

Übrigens: Auch gegen Windpocken gibt es einen Impfstoff. Dies unterscheidet sich jedoch von der Gürtelrose-Impfung.

Professor Melanie Brinkmann, 48, Braunschweiger Virologin und Herpesvirus-Expertin, erklärt: „Die für Kinder empfohlene Windpocken-Impfung, die vor dieser Krankheit schützt, ist eine Lebendimpfung. Enthält stark abgeschwächtes Varicella-Zoster-Virus. Der Gürtelrose-Impfstoff hingegen enthält nur Teile des Virus, nicht das ganze Virus. Zwar kann eine Gürtelrose auch nach einer Impfung gegen Windpocken später auftreten. Das passiert aber deutlich seltener und wenn, dann deutlich milder.”