„Unser Ziel ist es, die CPU-Leistung im PC-Sektor anzuführen“, sagte Cristiano Amon, CEO von Qualcomm.
In einem Interview mit Cnet sprach der Chef von Qualcomm über die Pläne des Konzerns. Der Chiphersteller dominiert den Smartphone-Markt, wenn es um leistungsstarke Prozessoren geht. Nun soll dieser Erfolg auf den PC-Bereich übertragen werden, wo Qualcomm aktuell so gut wie nicht vertreten ist.
„Unser Ziel ist die Führungsrolle bei der CPU-Leistung im Computerbereich, Punkt“, sagte Cristiano Amon, CEO von Qualcomm. Um dies zu erreichen, wurde Nuvia 2021 für 1,4 Milliarden US-Dollar übernommen. Zum Team von Nuvia gehören: Apples ehemaliger Chefarchitekt, leitender ARM-Ingenieur und ehemaliger Google-Mitarbeiter.
Nuvia entwickelt Chips basierend auf der ARM-Architektur. Die Snapdragon-Chips von Qualcomm und die A- und M-Serien von Apple sind ebenfalls ARM-basiert. Mit Hilfe von Nuvia will Qualcomm an den Erfolg von Apples M1- und M2-Prozessoren anknüpfen und einen Chip für Windows-Rechner schaffen, der auf einer mobilen Architektur basiert, aber leistungsfähig genug für Computer und Laptops ist.
Vielen Dank für den Erfolg der Prozessoren von Apple
Amon ist dankbar für den Erfolg von Apple. Das amerikanische Unternehmen hat gezeigt, dass Prozessoren auf Basis mobiler Chips nicht nur leistungsfähig genug für Computer sind, sondern sogar eine Verkaufsstelle für solche Geräte darstellen. Dies stimuliert die Entwicklung von Programmen, Forschung und Software, die auf der ARM-Architektur arbeiten. Auch Microsoft ist auf diesem Weg.
„Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, weil es so viele Faktoren gibt“, sagt Amon. Dazu gehört der Trend zum Home-Office und zum Arbeiten von unterwegs. Dadurch änderten sich die Anforderungen an Laptops. Da sie überall verfügbar sind, sind jetzt leistungsfähigere Videokonferenzkameras und schnelle Reaktionszeiten mit Always-On-Funktionen wichtig. Dies sind Funktionen, die eher mit Smartphones als mit Laptops zu tun haben. Dementsprechend kann ein leistungsstarker Prozessor mit ARM-Architektur diese Anforderungen problemlos erfüllen.
Die ersten Nuvia-Prozessoren sollen Ende 2023 erhältlich sein.
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