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Nach einem Zugunglück: Das Dokument zeigt die Unfallursache

Hat ein Bahnangestellter einen Fehler gemacht? War das Auto defekt oder waren die Schienen defekt? Fünf Menschen starben bei einem Zugunglück am 3. Juni in Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen. Es ist noch nicht klar, was diesen Vorfall verursacht hat. Es wird noch viel spekuliert, aber jetzt tauchen Verdächtigungen auf.

Spielten die zuvor beschädigten Betonschwellen eine Rolle bei dem Unfall?

Ein dem BR vorliegendes Bundestagsdokument zur Ursache des Zugunglücks verwies auf die Verschiebung der Schiene, deren Ursache „horizontale Brüche in den Betonschwellen“ an der Unfallstelle sowie „teilweise beschädigte Betontraversen“ seien. . Die vorgeschädigten Betonschwellen führten dem Dokument zufolge wohl zu einer „nicht akzeptablen Aufweitung des Streifens und Richtungsverlust des Streifens“.

Das lässt den Verdacht aufkommen, dass die gebrochenen Betonschwellen – der sogenannte Oberbauschaden – zumindest mitverantwortlich für den Unfall sein könnten. Da der Bahn solche möglichen Schäden bekannt waren, hat sich das Unternehmen auf Anfrage vom Donnerstag noch nicht geäußert.

Nach dem Crash gab es noch viele langsame Passagen

Klar ist: Das Streckennetz der Deutschen Bahn ist in einem schlechten Zustand. Daher können Züge vielerorts in Oberbayern, insbesondere am Fuße der Alpen, sehr langsam fahren. Und nach dem Zugunglück kamen einige dieser sogenannten Langsamfahrstellen hinzu. Das sind vor allem Abschnitte von mehreren hundert Metern, auf denen die Züge langsamer fahren müssen und die teilweise nur mit 20 Kilometern pro Stunde fahren dürfen.

Diese Geschwindigkeitsbegrenzungen können verschiedene Ursachen haben, wie zerstörte Brücken, Baustellen oder Mähen. Ein weiterer Grund für die Verzögerung ist der sogenannte „Upgrade-Fehler“. Unter Oberbau versteht man Schienen, Schwellen und Schotter.

Gefahr des sogenannten „Oberbauschadens“

Plötzlich gibt es sehr langsame Passagen aufgrund von Schäden am Oberbau, besonders am Fuße der Alpen. Ein Bahn-internes Dokument listet alle am 22. Juni gültigen langsamen Abschnitte in Süddeutschland auf, dh. vor einer Woche. Es zeichnet auch auf, wann man dort langsam fahren muss und warum. Aufgrund von Schäden am Oberbau gibt es in Oberbayern derzeit fast 20 Abschnitte mit begrenzter Geschwindigkeit, alle bis auf drei wurden in den zwei Wochen nach dem Zugunglück in Burgrain erstellt. Fünf davon allein auf der Strecke München – Garmisch – Mittenwald.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung muss endgültig Klarheit über die Unfallursache schaffen. Es hat jedoch noch keinen Bericht über den Vorfall veröffentlicht.