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Acht Tote bei Stürmen auf Korsika und in der Toskana

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Wie am Donnerstag bekannt wurde, wurde die französische Insel Korsika von schweren Gewittern heimgesucht.

Auf die Hitzewelle folgen schwere Unwetter: Nicht nur die Schweiz, sondern auch Spanien, Italien und Frankreich sind derzeit von schweren Gewittern betroffen. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika und in der italienischen Toskana waren die Stürme so heftig, dass insgesamt acht Menschen ums Leben kamen.

Aufgrund der starken Unwetter habe es in beiden Regionen auch etliche Verletzte gegeben, hieß es am Donnerstag. Auch in anderen Teilen Frankreichs und Italiens verursachten die Stürme Schäden und Überschwemmungen.

Böen über 200 Kilometer pro Stunde

Wie das Büro auf Korsika mitteilte, waren auch Kinder unter den sechs Toten: Ein 13-jähriges Mädchen wurde auf einem Campingplatz an der Westküste von einem Baum erfasst. Eine 72-jährige Frau starb an einem Strand, als das Dach einer Strandhütte auf ihr Auto fiel, ein Kajakfahrer wurde an der Ostküste und ein Fischer an der Westseite der Insel tot aufgefunden. Der französische Innenminister Gérald Darmanen, 39, der am Abend auf der Insel erwartet wurde, sagte, zwei weitere seien gestorben.

Laut Darmanin wurden 20 Menschen verletzt. Dies ist eine vorläufige Bilanz. Der französische Präsident Emmanuel Macron, 44, sagte der Insel und ihren Bewohnern Unterstützung zu. An Macrons Urlaubsort an der Cote d’Azur wurde am Abend ein Krisenstab gebildet, in Anwesenheit von Premierministerin Elizabeth Bourne.

Böen von über 200 Stundenkilometern fegten über Korsika. Im südlichen Teil der Insel wurden zwölf Menschen verletzt. 45.000 Haushalte waren ohne Strom. Auch in anderen Teilen Frankreichs, etwa in Marseille, kam es zu Stürmen und überfluteten Straßen.

Autos stecken in Bäumen

Wie mehrere Medien berichteten, wurden in der Toskana bei Lucca und in der Küstenstadt Carrara ein Mann und eine Frau von umstürzenden Bäumen getroffen. Eine Unwetterwarnung gab es für den Norden des Landes bis nach Südtirol und weite Teile Mittelitaliens. Bei den starken Stürmen mit mehr als 100 Stundenkilometern und Starkregen wurden einige Menschen verletzt, etwa auf einem Campingplatz in Marina di Massa in der Toskana, als dort Bäume umstürzten.

Der Regionalpräsident der Toskana, Eugenio Gianni, 63, teilte auf Twitter ein Video aus der Küstenstadt Piombino, das ein Riesenrad zeigt, das sich im starken Wind dreht. Andere Bilder zeigen von Bäumen zerquetschte Autos und verwüstete Strände. In der nördlichen Küstenregion Liguriens und in der bei Urlaubern beliebten Toskana zählte die Feuerwehr bis zum Nachmittag mehr als 150 Einsätze.

Auch durch die norditalienische Lagunenstadt Venedig fegte ein starker Sturm, der Sonnenschirme und Tische auf den Straßen umwarf. Vom Kirchturm des berühmten Markusdoms in der Mitte brachen laut Ansa Mauerstücke ab. Wegen der Unwetter in Mittel- und Norditalien hat der Zivilschutz am Nachmittag zudem einen Krisenstab einberufen.

Mädchen im Alter von vier und acht Jahren sterben in Österreich bei Unwettern

Bei einem schweren Unwetter in Österreich sind am Donnerstag insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Bäume stürzten am Donnerstag nach Angaben von Polizei und Rotem Kreuz in einen kleinen Badesee in St. Andra im Bundesland Kärnten. Zwei Mädchen im Alter von vier und acht Jahren wurden getötet und elf Menschen zum Teil schwer verletzt. Weiter nördlich wurden im niederösterreichischen Gamming drei weitere Menschen von einem Baum getötet.

Laut dem staatlichen Wetterdienst ZAMG wurden im Süden Österreichs Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 139 km/h gemessen. Aufgrund der Windböen sind auf der Südautobahn (A2) in Kärnten bei Griffen Dutzende Bäume umgestürzt. Auch in Tunneln kam es zu Stromausfällen.

Die Behebung des Schadens kann Wochen dauern

In der Steiermark wurden Zehntausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten, da Hochspannungsleitungen und 2.000 Trafostationen beschädigt wurden. „In vielen Fällen müssen sich unsere Kollegen mit der Motorsäge den Weg zur Reparatur bahnen“, sagte ein Sprecher der Energie Steiermark dem Sender ORF. Es könnte Tage, wenn nicht Wochen dauern, alle Schäden zu beheben.

Auch in der Steiermark, Kärnten und Osttirol standen alle Züge still, nachdem die Stromversorgung des Schienenverkehrs wegen des Sturms unterbrochen worden war, teilte die Österreichische Bundesbahn mit. Die wichtige Verkehrsverbindung nach Italien wurde an mehreren Stellen wegen Reinigungs- und Reparaturarbeiten gesperrt. (SDA/dzc)