Gesundheit
In Bezug auf die sogenannten „Affenmasern“ macht der Vorarlberger Gesundheitsexperte Armin Fiedler deutlich. Aus seiner Sicht wird das Thema übertrieben. Affenpocken sind nicht sehr ansteckend und die Fallzahlen sind gering. Sie sollten keine Angst vor einer neuen Pandemie haben, die durch Affenpocken verursacht wird.
24.05.2022 05:51
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Monkeypox macht derzeit international Schlagzeilen. Viruserkrankungen sind in Europa selten, aber die Fallzahlen steigen. Das Virus ist bereits in Österreich angekommen. Ein 35-jähriger Mann wurde am Wochenende mit typischen Symptomen in eine Klinik in Wien-Favoriten eingeliefert. Der erste Test bestätigte den Verdacht auf Affenpocken bei Männern. Bisher sind jedoch keine weiteren Fälle in Österreich bekannt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage des ORF Vorarlberg mit.
Die Experten beruhigen sich
Dennoch sind beruhigende Worte von Experten zu hören. Der österreichische Virologe Norbert Novotny sagt: „Wir müssen wirklich nicht den Teufel an die Wand malen. Affenpocken werden nicht zu einer neuen Pandemie führen. Trotzdem müssen wir vorsichtig sein und jeden Fall sorgfältig behandeln, ihn isolieren und den bestmöglichen Kontakt im Auge behalten. Die Wiener Virologin Monica Redlberger-Fritz von der MedUni Wien kommentierte derweil im ORF-Ö1-Morgenjournal die relativ schwierige Mensch-zu-Mensch-Übertragung von Menschenaffen.
Armin Fiedler: „Das Ganze ist übertrieben“
Aus Sicht des Vorarlberger Gesundheitsexperten Armin Fiedler ist das Thema sogar etwas überspitzt: „Ich schmunzele immer noch ein bisschen, dass es so eine große Geschichte geworden ist. Es ist nicht sehr ansteckend. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in irgendeiner Weise wie Covid oder die Grippe ist. „Also haben wir wahrscheinlich nichts zu befürchten. Aber es sei auch keine Schande, dass die Öffentlichkeit auf die Krankheit aufmerksam werde, sagte Fiedler.
Monkeypox ist selten tödlich
Typische Symptome von Affenpocken sind Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten. Hautausschlag kann ebenfalls auftreten. Todesfälle seien selten, die Krankheit sei in der Regel nach gut drei Wochen behandelt, teilte die Österreichische Agentur für Ernährung und Sicherheit (AGES) mit. Neben der Ansteckung infizierter Tiere kann das Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Aber dazu braucht es einen engeren Kontakt. Geschlechtsverkehr ist ein möglicher Übertragungsweg.
Die Impfung gegen Pocken schützt auch vor Affenpocken
Die Pockenimpfung schützt auch vor Affenpocken. Das betreffe die Generationen, die bis in die 1980er-Jahre gegen Pocken geimpft wurden, nicht die Generationen danach, sagt Gesundheitsexperte Armin Fiedler. Seitdem gelten die Pocken als ausgerottet, daher werden Impfungen nicht mehr eingesetzt.
Das Gesundheitsministerium trifft Vorbereitungen
Das Gesundheitsministerium bereitet derzeit Unterlagen für das Management der Kontaktpersonen vor. Sie müssen den Gesundheitsbehörden der Länder vorgelegt werden. Auch die Meldepflicht von Affenpocken muss laut Gesundheitsministerium eingehalten werden. „In Österreich sind die Menschen gut auf die aktuelle Situation rund um Affenpocken vorbereitet“, teilte das Ministerium mit. In Österreich gebe es noch keinen Grund zur Sorge, europaweit seien „bestätigte Fälle Einzelfälle“.
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