Neben dem nötigen Respekt müssen Tiere laut “Sicher Vorarlberg” mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Obwohl die Tiere von Natur aus friedlich sind, können sie angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Dies gilt insbesondere für Kühe mit säugenden Kälbern, deren Mutterinstinkte stark sind und die ihre Kälber schützen. „Weiden mit laktierenden Kühen und Kälbern sollten gemieden werden und wenn es nicht anders geht, sollte ein Umweg in Kauf genommen werden“, sagt Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg. „Und auch wenn die Kälbchen niedlich aussehen, ein Bergbauernhof ist kein Zoo“, so Amann weiter. Bei jungen Tieren nähern sich Neugier und Verspieltheit den Spaziergängen. Und hier gilt es, den nötigen Respekt und Abstand zu wahren.
Landwirtschaftskammer Für die Arbeit mit Weidetieren gelten Verhaltensregeln
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn es Hunde gibt
Besonders schwierig kann es werden, wenn Hunde mitgenommen werden. Weidetiere fühlen sich bedroht und sehen den Hund als Feind. Generell gilt hier: Den Hund nur an der Leine führen und der Herde viel Platz lassen. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt ein Tier oder eine Herde angreift, binden Sie den Hund sofort los und lassen Sie ihn laufen. Weidende Tiere können durch einen lauten Schrei verhindert werden.
Zehn Verhaltensregeln
1. Kontakt mit Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, Sicherheitsabstand einhalten!
2. Ruhe bewahren, weidendes Vieh nicht erschrecken!
3. Kühe mit säugenden Kälbern schützen ihre Kälber, vermeiden Sie Begegnungen zwischen Kühen mit säugenden Kälbern und Hunden!
4. Halten Sie Hunde immer unter Kontrolle und an der kurzen Leine. Wenn ein Weidetierangriff absehbar ist: Sofort freilassen!
5. Wanderwege auf den Hochalmen nicht verlassen!
6. Wenn Weidevieh die Fahrbahn versperrt, so weit wie möglich Abstand halten!
7. Bei Annäherung an Weidetiere: Ruhe bewahren, nicht den Rücken kehren, den Tieren ausweichen!
8. Verlassen Sie die Weide bei den ersten Anzeichen einer Tierstörung schnell!
9. Zäune müssen respektiert werden! Wenn es ein Tor gibt, benutze es, dann schließe es fest und überquere schnell die Weide!
10. Behandeln Sie die Menschen, die hier arbeiten, die Natur und die Tiere mit Respekt!
Bestellen Sie kostenlose Alpen-Besuchermappen
Damit es künftig nicht mehr zu schweren Vorfällen kommt, hat die Bundesregierung den Aktionsplan „Sicheres Almosen“ umgesetzt. Dazu gehören unter anderem zehn Verhaltensregeln für Alpenbesucher. Der Folder dazu kann kostenlos bei Sicherheites Vorarlberg unter info@sicheresvorarlberg.at bestellt werden und steht auf Sicherheitesvorarlberg.at zum Download bereit.
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