Germany

Amazonas-Regenwald: Ein vermisster Rucksack eines britischen Journalisten wurde gefunden

Aktualisiert13. Juni 2022, 07:06

Der britische Journalist Dom Phillips und der Lokalexperte Bruno Pereira werden seit mehr als einer Woche in Brasiliens Regenwäldern vermisst. Jetzt sind persönliche Gegenstände aufgetaucht.

1/4

Der britische Journalist Dom Phillips und sein Begleiter Bruno Pereira werden seit einer Woche im Amazonas vermisst.

Twitter / Phillips House

Phillips, 57, der als freiberuflicher Journalist regelmäßig für den britischen Guardian schreibt, und Pereira, eine indigene Expertin, recherchierten für ein Buch über Gewalt gegen indigene Völker im Havari-Tal nahe der peruanischen Grenze.

imago images / ZUMA Draht

Es gibt Goldgräber, Wilderer und Drogengruppen in der Region.

imago images / ZUMA Draht

Brasilianische Behörden haben die persönlichen Gegenstände des vermissten britischen Journalisten Dom Phillips und des lokalen Experten Bruno Pereira im Amazonas-Regenwald gefunden. „Gefunden wurden Gegenstände der Vermissten: ein Krankenschein, eine schwarze Hose, eine schwarze Sandale und ein Paar Stiefel von Bruno Pereira sowie ein Paar Stiefel und ein Rucksack aus dem Haus Phillips mit persönlicher Kleidung“, so die Bundespolizei sagte Sonntag.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Gegenstände “in der Nähe des Hauses” eines 41-jährigen Tatverdächtigen gefunden. Ermittler nahmen ihn am Mittwoch fest. Nach Angaben der Polizei wurden bei einer stichprobenartigen Durchsuchung Drogen und Munition für ein Maschinengewehr in seinem Besitz gefunden. Zeugen sagten aus, sie hätten gesehen, wie der Mann das Boot von Phillips und Pereira verfolgte. Später wurden im Boot des Mannes Blutspuren gefunden. Die Behörden begannen daraufhin, die Gegend um sein Haus zu durchsuchen.

Die Suche nach Männern ist nicht entschieden genug

Phillips, 57, der als freiberuflicher Journalist regelmäßig für den britischen Guardian schreibt, und Pereira, eine indigene Expertin, recherchierten für ein Buch über Gewalt gegen indigene Völker im Havari-Tal nahe der peruanischen Grenze. Die beiden Männer werden seit einer Woche vermisst. Es gibt Goldgräber, Wilderer und Drogengruppen in der Region.

Nach Angaben lokaler Organisationen waren die Männer zuvor bedroht worden. Nach Angaben einer regionalen Organisation der lokalen Bevölkerung kamen Phillips und Pereira nicht wie geplant per Boot am 5. Juni in der Stadt Atalaya do Norte im Westen Brasiliens an. Indigene, Familienmitglieder, Freunde und Kollegen haben ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Suche nach den beiden vermissten Personen langsam vorangeht und nicht entschlossen genug vorangetrieben wird. Das UN-Menschenrechtsbüro hat die brasilianischen Behörden aufgefordert, ihre Bemühungen zu verstärken.

(AFP / chk)