Militärdienst in Sägemehl
Amherd befürwortet RS-Sport für Wrestler
In den vergangenen zehn Jahren haben auch die Ringer von der Militärsportförderung profitiert. Bundesrat Amherd findet das richtig. Ganz im Gegensatz zu den Grünen, die den Sport-RS ganz abschaffen wollen.
Bundesrätin Viola Amherd (60) hat am Nordwestschweizer Schwingfest in Brugg AG die Militärsportförderung für Schwinger verteidigt. In einer Rede am Sonntag sagte sie, die Förderung des Sports auf höchstem Niveau durch das Heer sei zu einem festen Bestandteil des Sports geworden.
“Einige wollen nicht, dass Swing von der Finanzierung des Armeesports profitiert, weil es keine olympische Sportart ist”, sagte der Sportminister. “Aber warum diese Gelegenheit nicht den Besten dieser traditionsreichsten aller Schweizer Sportarten bieten?”
Der Bund eröffnet ein Swing-Fitnessstudio
Leistungskriterien wie der Gewinn der Bundeskrone müssen die Ringer auch erfüllen, um die sportlichen Auffrischungskurse auf höchstem Niveau im Landessportzentrum Magglingen BE in Anspruch nehmen zu können, so der mittlere Magistrat. Und sie sollen als Vorbilder für die jungen Ringer im leitenden Jugendtraining helfen.
Im Herbst 2012 stiegen mit Kylian Wenger, dem King of Wrestling, und Christoph Erb, Ringer des Ringerverbandes, die ersten beiden Athleten in die höchste RS-Klasse dieser Disziplin ein. Zuletzt absolvierten im vergangenen Winter 25 Schwinger unter Schwingerkönig Matthias Glarner insgesamt 819 topsportliche WM-Tage in Magglingen. Sie wurden mit Löhnen und Gehältern entschädigt.
Ab kommendem Winter steht den Schwingern in Magglingen, dem Sitz des Bundessportamtes, sogar eine Schwinghalle zur Verfügung. „Damit entfallen die zeitraubenden täglichen Fahrten zum Schwingkeller in der Region“, sagt Amherd.
Die Grünen gegen Elite Sport RS
Die Sportförderung des Bundes ist immer wieder in die Kritik geraten. Die Grünen etwa wollen die Sportlerförderung von der Armee trennen und beim Bundesamt für Sport zusammenführen, wie die Fraktionschefin Aline Trede (38) der «NZZ am Sonntag» sagte. Sie kündigte am Sonntag entsprechende Vorschüsse an.
„Wir wollen, dass mehr Geld in die Förderung des Spitzensports fließt – aber nicht innerhalb des Militärs“, sagte Trede. Spitzensportler des Bundes müssen keine Soldaten mehr sein. Und Frauen müssen nicht mehr beim Militär sein, um im Sport aufzusteigen.
Allerdings dürfte der Antrag im Parlament schwierig werden. FDP-Nationalrat Christian Wasserphalen, 41, sagte der «NZZ am Sonntag», er fände es «beschämend», wenn der sportliche Spitzensportler RS verschrottet würde. Und auch SP-Kollege Matthias Ebischer (54) bekundete Wohlwollen gegenüber dem jetzigen System. (SDA/lha)
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