Germany

Analena Baerbock und autoritäre Männer

Die Grünen ändern die Außenpolitik. Nicht nur China muss sich auf einen neuen Ton einstellen.

Manchmal reicht ein kleiner Raum aus, um eine große Botschaft zu vermitteln. Dienstag, New York: Analena Baerbock geht über den grauen Teppich zum Rednerpult, vor ihr sitzen Studenten der New School, einer linksgerichteten amerikanischen Privatuniversität, in Stuhlreihen. Es gibt noch beeindruckende Meilensteine, um der Welt mitzuteilen, in welche Richtung der deutsche Außenminister die Diplomatie des mächtigsten Landes der EU lenken will.

Es ist ein 30 Jahre altes Konzept, das Baerbock am Dienstag aufgegriffen hat: die „Partnerschaft in Führung“. Dieses Angebot machte der ehemalige US-Präsident George W. Bush Deutschland um die Jahrhundertwende.

„Die Idee war für die damalige Situation zu groß“, sagte Baerbock. Es ist jetzt anders. Deutschland muss sich enger denn je mit den Vereinigten Staaten verbünden und im bevorstehenden Kampf zwischen Demokratien und Autokratien zusammenstehen. „Es liegt an meinem Land innerhalb der Europäischen Union, eine Schlüsselrolle bei der Erzielung von Fortschritten zu spielen“, sagten die Grünen.