Nach teils kräftigen Gewittern am Donnerstag sind für Freitagnacht Unwetter vorhergesagt – vor allem in Stuttgart und Karlsruhe. Das Risiko nimmt im Laufe der Nacht ab.
In der Nacht zu Freitag und Samstag kann es in Baden-Württemberg vereinzelt zu starken Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor lokalen Gewittern mit sintflutartigen Regenfällen, Sturmböen und Hagel. Besonders betroffen sollen Stuttgart und Karlsruhe sein: Hier müssen die Menschen bis 23 Uhr (Karlsruhe) bzw. 24 Uhr (Stuttgart) Fenster und Türen geschlossen halten und Außenanlagen sichern. Nachts nimmt die Sturmgefahr ab, es kann jedoch zu Starkregen kommen. In Teilen Baden-Württembergs donnert es bereits am Donnerstag.
In Teilen Deutschlands nördlich von Baden-Württemberg haben Gewitter bereits am Freitag erhebliche Schäden angerichtet, laut WDR gab es offenbar mehrere Tornados in Nordrhein-Westfalen. In Rheinland-Pfalz haben schwere Unwetter mit schwerem Hagel für Stromausfälle und zersplitterte Windschutzscheiben gesorgt.
Im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler fiel am Freitag der Schulunterricht wegen Unwetterwarnungen aus. Auch Kindergartenkinder sollten zu Hause betreut werden. Meteorologen erwarteten dort starke Gewitter mit der Gefahr von Starkregen. Eine Flut verwüstete im vergangenen Sommer weite Teile des Gebiets und kostete 134 Menschen das Leben.
Am Wochenende wird es in Baden-Württemberg wieder ruhiger und kühler, so SWR-Experte Andreas Machalika.
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Größere Schäden durch Sturm bereits am Donnerstag
In Teilen des Landes sind am Donnerstag heftige Gewitter ausgebrochen. Im Landkreis Ludwigsburg musste die Feuerwehr zu 200 Einsätzen gehen.
Ein Blitz schlug in das Dach eines Hauses in Oberstenfeld-Gronau ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Der Feuerwehr gelang es, einen kompletten Brand zu verhindern, teilte die Polizei mit.
Im Botvartal im Landkreis Ludwigsburg führten Unwetter zu überfluteten Straßen. Die Leute hatten auch mit Schlammtischen zu kämpfen. SDMG / Heman
Auf dem Weg durch Mundelsheim und Oberstenfeld wurde der Schlamm von den benachbarten Feldern weggeschwemmt, ein Auto versank in den kurzzeitig einen halben Meter hohen Fluten. Am Freitag waren Einsatzkräfte und Anwohner noch damit beschäftigt, Straßen, Gassen und Keller von Schlamm und Wasser zu befreien. In Oberstenfeld waren 50 und in Mundelsheim 25 Keller voll.
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Auch in Vaihingen Enz und Bietigheim-Bissingen kam es wegen Starkregens zu Polizei- und Feuerwehreinsätzen. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Der Gesamtschaden, den der Sturm angerichtet hat, kann noch nicht abgeschätzt werden. Allerdings rechnet Oberstenfelds Oberbürgermeister Marcus Kleemann (CDU) mit einem Schaden in siebenstelliger Höhe für seine Gemeinde.
Auf der Passhöhe Stuttgart-Klet vor dem Hauptbahnhof stand nach heftigem Hagel zeitweise Wasser. In Knittlingen (Enzkreis) musste die Straße kurzzeitig gesperrt werden, da Wasser und Schlamm aus der Kanalisation in die Straße eindrangen.
Grund ist die Hitzewelle in Südwesteuropa
Die extremen meteorologischen Phänomene sind laut Andreas Machalitza auf die aktuelle Hitzewelle in Südwesteuropa zurückzuführen, wo in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet werden. Die Hitzewelle schwappte über ganz Frankreich zu uns und sorgte am Freitag sogar für Temperaturen von bis zu 34 Grad am Haut-Rhin. „Das führt uns zu den absoluten Rekorden für Mitte Mai“, so der Meteorologe.
Allerdings kommt bei diesen Temperaturen auch feuchte und trübe Luft nach Baden-Württemberg, was laut Machalica bereits am Donnerstag zu sehr heftigen Regenfällen und Gewittern geführt hatte. Gewitter hätten und hätten „aufgrund von Starkregen, lokalem Hagel und Windböen“ ein starkes meteorologisches Potenzial.
Nieder
Starke Unwetter, wie sie derzeit in Rheinland-Pfalz erwartet werden, werden künftig häufiger kommen. Das sagte Meteorologe Sven Ploger am Rande eines Vortrags in Down. Mehr ▼ …
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