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Auch bei Typ-2-Diabetes ist eine kontinuierliche Glukosemessung sinnvoll

Was macht eine gute Glukosekontrolle aus? – Wenig Hypothesen und möglichst viel Zeit im Zielgebiet. Systeme, die kontinuierlich den Glukosewert im Unterhautfettgewebe bestimmen, können dies deutlich besser gewährleisten als selektive Blutzuckermessungen bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes, so eine Studie in der Fachzeitschrift Diabetes Therapy.

Nur etwa ein Drittel der Kinder und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes erreichen langfristige Blutzuckerwerte (HbA1c) unter 7,0 Prozent; sogar die Hälfte der Menschen mit Typ-2-Diabetes tun dies nicht unter 7,5 Prozent. Hier kommen Systeme ins Spiel, die mehrmals pro Stunde den Glukosespiegel kontinuierlich messen.

Eine Gesamtauswertung der Forschungsergebnisse mit insgesamt etwa 28.000 Typ-1-Diabetikern und 2.400 Typ-2-Diabetikern zeigt, dass der Einsatz eines kontinuierlichen Glukosemesssystems mit deutlich besseren Langzeit-Blutzuckerwerten einhergeht: Innerhalb von drei bis vier Monaten sanken diese bei beiden Diabetestypen von durchschnittlich 8,2 auf 7,7 Prozent. Menschen mit zuvor höheren Langzeit-Blutzuckerwerten profitierten besonders von der kontinuierlichen Messung.

Die Wirkung hält bei Typ-2-Diabetes bis zu 12 Monate an – wahrscheinlich länger, aber dafür gibt es nicht genügend Beweise. Für Typ-1-Diabetes gibt es einige Langzeitstudien, die vorteilhafte Wirkungen für bis zu 24 Monate zeigen.

Die Ergebnisse sehen die Forscher als Beleg dafür, dass auch Menschen mit Typ-2-Diabetes, die bisher in den meisten Ländern für diese Art der Messung bezahlen mussten, von diesen Systemen profitieren. „Unsere Analyse zeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Glukoseüberwachung ist, um die glykämische Kontrolle auch bei Menschen mit insulinabhängigem Typ-2-Diabetes aufrechtzuerhalten. Viele dieser Menschen haben das gleiche Risiko für Komplikationen wie Menschen mit Typ-1-Diabetes und sollten auch ihre Blutwerte überwachen Glucose. Dennoch werden sie beim Zugang zur Sensorik selten gleich behandelt“, sagte Prof. Dr. Mark Evans von der Universität Cambridge.

Quelle: DOI 10.1007 / s13300-022-01253-9