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Auf dem Aletschgletscher: Ein Bergführer entdeckt das Wrack eines unbekannten Flugzeugs

Bei einer Tour vom Jungfraujoch zur Konkordiahütte am vergangenen Dienstag entdeckte ein Bergführer im Bereich Konkordiaplatz des Aletschgletschers Teile eines Kleinflugzeugs. Das berichtet die Berner Zeitung unter Berufung auf Konkordiahütten-Hüttenwart Stefan Gaffner (37). «Die Teile liegen in einem Umkreis von rund 200 Metern verstreut», sagt der Untermieter gegenüber «Blick».

Gaffner und Assistant Warden Rebecca Gresch, 29, gingen am Freitagmorgen alleine dorthin und fotografierten das Wrack. “Ich weiß nicht genau, wer das Flugzeug ist”, sagt Gaffner. “Kfz-Kennzeichen konnte nicht gefunden werden.”

Die Kantonspolizei Wallis ermittelt, ob seit 40 bis 50 Jahren ein Flugzeug vermisst wird. «Aufgrund der Teile gehen wir davon aus, dass es sich um ein sehr altes Flugzeug handeln muss», sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis auf Anfrage von Keystone-SDA. Damit bestätigte er am Freitagnachmittag den entsprechenden Bericht der Berner Zeitung Tamedia.

Der Ort des Absturzes ist unklar

Wie der Polizeisprecher erklärte, wird derzeit abgeklärt, ob der Ort auf dem Gebiet des Wallis oder Bern liegt. Ob Ermittlungen eingeleitet werden, ist noch unklar. Beteiligt ist auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).

Die Überreste wurden durch das schmelzende Eis des Aletschgletschers freigesetzt. Die Route über den Gletscher habe sich in letzter Zeit aufgrund des Klimawandels und der schmelzenden Gletscher geändert und führe jetzt direkt zu der Stelle, an der sich die Flugzeugteile befinden, sagt Gaffner. Laut dem Hüttenwart ist unklar, ob der Gletscher das Flugzeug transportiert und nun freigelegt hat oder ob es an dieser Stelle abgestürzt ist.

Der Aleč-Gletscher ist der größte und längste Gletscher der Alpen. Es liegt an der Südseite der Jungfrau im Kanton Wallis. (nicht/dzc/SDA)