Salzburg feierte am Samstag im ersten Bundesliga-Duell gegen Austria Lustenau der Red-Bull-Ära einen überragenden Sieg. Im Hinspiel Dritt-Rückspiel feierte der Serienmeister vor 4.478 Zuschauern im ausverkauften Reichshofstadion einen 6:0 (2:0)-Auswärtssieg. Die Mannschaft von Trainer Mathias Jaisle fügte dem Tabellenführer, der gut in die Saison gestartet war und viel gelernt hatte, in der sechsten Runde eine zweite Niederlage zu.
Lustenau spielt am Dienstag beim Wiener Sportklub
Fernando (16.) und Mauritz Kjaergaard (20.) brachten die Gäste mit ihren Treffern früh in die Siegerstraße. Nicolas Capaldo (49.), Noah Okafor (60.), Junior Adamu (78.) und Dijon Cameri (82.) machten die Favoritenrolle in der zweiten Halbzeit mehr als klar. Der ÖFB-Cup geht für beide Mannschaften weiter: Lustenau spielt am Dienstag in der zweiten Pokalrunde beim Wiener Sportclub, Salzburg ehrt Union Gurten in Oberösterreich.
Lustenau-Trainer Markus Mader veränderte sein Team im Vergleich zum Derbysieg gegen Altach (2:1) auf drei Positionen und spielte wie der Gegner im 4-4-2-System mit Raute. Adriel, Anthony Schmidt und Lukas Fridrikas stellten die Startelf, Maximilian Weber rückte in Salzburg in die Innenverteidigung und machte Platz für Kapitän Andreas Ulmer als Linksverteidiger, der in die Startelf zurückkehrte. Anstelle von Benjamin stürmte Sesko Okafor.
Lustenauer Austria versteckte sich nicht
Vorarlberg versteckte sich nicht vor den Augen von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und spielte glücklich gegen Salzburg. Nach 14 Minuten unterlief Adriel jedoch ein Patzer. Der Brasilianer foulte Capaldo an der Strafraumkante, Schiedsrichter Stefan Ebner zeigte sofort auf den Punkt. Fernando ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und markierte mit seinem vierten Saisontor (16.) die Führung der Gäste.
Ließ Luka Sucic in der nächsten Etappe Domenic Schierl aus guter Position scheitern (17.), stand es zwar noch 0:2, doch Kjaergaard machte es kurz darauf besser. Austria-Innenverteidiger Jean Jugonne köpfte den Ball und versuchte, den Ball direkt vor die Füße des 19-jährigen Dänen zu klären, der aus gut 18 Metern nicht zögerte, für Salzburg zu treffen (20.). Zu allem Übel musste Rechtsverteidiger Andersson nach einem Zweikampf mit Kjaergaard (27.) verletzt vom Platz, ersetzt durch Fabian Gmeiner.
Lustenau versuchte noch vor der Pause aufzuholen. Fridrikas verpasste jedoch eine Torchance aus kurzer Distanz (26.), ebenso wie Hakim Genouche nach schöner Vorlage von Brian Teixeira (36.). Auf der anderen Seite verpasste Amar Dedic aus der Distanz nur knapp das 3:0 (45.).
Das Spiel war nach der ersten Halbzeit entschieden
Kaum hatte die zweite Halbzeit begonnen, war das Spiel bereits entschieden. Nach einer Ecke überholte Salzburgs Verteidiger Oumar Solet Adriel im Strafraum und flankte elegant mit der Fußaußenseite auf Capaldo, der per Kopf das dritte Tor für die Gäste einköpfte (49.). Danach brachen die Gastgeber auseinander, der Meister hatte in fast jeder Minute gute Torchancen. Capaldo scheiterte zunächst aus 16m an Schierl (51.). Okafor nutzte einen Fehler von Mathias Maak und schoss ins leere Tor zum 4:0 (60.).
Kjaergaard (61.) sowie die eingewechselten Benjamin Sesko (72.) und Adamu (73.) ließen zunächst weitere Chancen liegen, während Adamu (78.) und der ebenfalls eingewechselte Dijon Cameri mit seinem ersten Treffer für ein halbes Dutzend sorgten (82 ‘), gemacht. Die Niederlage ist der erste herbe Rückschlag für Lustenau, dessen nächster Ligagegner am kommenden Samstag die Wiener Austria ist.
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