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Bald 45 Grad? Hitzeschlag droht Franken – Lauterbach warnt vor Todesopfern – Region

– Mittsommer kommt in Mitteleuropa an. Bereits nächste Woche trifft der Hitzehammer Franken, das Thermometer dürfte deutlich über die 30-Grad-Marke steigen. Einige Experten halten jedoch deutlich höhere Temperaturen für möglich. Und der Gesundheitsminister warnt vor Todesfällen.

Karl Lauterbach verliert die drastischen Warnungen nicht. „Wir müssen jetzt anfangen, die Alten und Kranken vor der Mega-Hitzewelle zu schützen“, sagte der GSDP-Politiker am Wochenende. Er warnt vor Vorbereitung, Flüssigkeitsvorräten, Ventilatoren. Trotzdem, so Lauterbach, “könnte diese Hitzewelle viele Todesopfer fordern.”

Der Bundesgesundheitsminister spricht darüber, was nächste Woche ganz Deutschland bedroht, vom Norden bis in den tiefsten Süden – es wird heiß. „Bei aller nötigen Ruhe, denn es bleibt noch mehr als eine Woche, aber solche Temperaturen habe ich für Deutschland noch nie in einem Wettermodell gesehen!“, schrieb ZDF-Meteorologe Yozden Terli auf Twitter.

Der Wetterexperte des Bayerischen Rundfunks, Christian Lorenz, hält gebietsweise sogar 45 Grad für möglich, etwa am 18. Juli. Für den Freistaat sagte er bis zu 42 Grad voraus. „Es gibt noch große Unsicherheiten, es ist zu weit weg“, sagt BR-Experte Lorenz.

Bis zu 45 Grad in Deutschland?

Eines ist klar – spätestens am kommenden Mittwoch wird das Thermometer steigen. Ein Hochdruckgebiet von den Britischen Inseln breitet sich in Mitteleuropa aus. „Der Zustrom kühler Luft aus dem Norden schwächt sich ab“, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Im Südwesten der Republik herrschen Mitte der Woche bis zu 34 Grad. Der große Hitzehammer schlägt erst in der Woche vom 18. Juli zu. Aber dann wirklich.

„Die Nächte sind teilweise tropisch, die Belastung für den Körper nimmt also weiter zu“, warnt der DWD, der regelmäßig vor extremer Hitze warnt. Für bestimmte Risikogruppen, etwa ältere Menschen, besteht zudem akute Lebensgefahr. In Deutschland sterben jedes Jahr Tausende Menschen an den Folgen der Hitze.

“Du musst es nicht so ernst nehmen”

Wie schlimm es nächste Woche tatsächlich wird, bleibt unklar. Der Dienst wetter.com sagt beispielsweise 39 Grad voraus, der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist noch vorsichtiger. „Mehrere Wettermodelle erwarten für den 18. Juli Rekordtemperaturen von 40 bis 42 Grad“, schrieb Wetterochs. “Aber du solltest es nicht so ernst nehmen.”

Dafür gibt es mehrere Gründe, sagt der fränkische Meteorologe. „Zum einen einfach wegen der langen Zeitspanne, zum anderen, weil die aus Spanien auf uns gerichtete Hitzezunge recht schmal ist. Kleinere Abweichungen hätten enorme Auswirkungen – von 25 bis 42 Grad ist alles möglich. Eines ist klar: Es wird heiß. Beide Wege.