Deutschland SPD-Bundestagspräsident
Bass will die Energie- und Wasserversorgung in die Hände des Staates legen
Bis: 17:41 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Trauen Sie sich schon, die Hitze aufzudrehen?
Deutschland steckt in einer Energiekrise. Aufgrund der enormen Preise gehen viele Menschen anders als sonst mit dem Thema Heizen um. Was denkst du? Sollen wir die Hitze schon aufdrehen? Wir fragten. Hier ist Ihre Stimme.
Die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas liegt laut Bundestagssprecherin Berbel Bass (SPD) in staatlicher Hand. Und der in dieser Woche verstaatlichte Energieimportkonzern „Uniper“ muss nach dem Ende der Krise nicht wieder privatisiert werden.
Bundestagspräsidentin Berbel Bass (SPD) hat zugesagt, die Hauptenergieversorgung in staatliche Hände zu legen. „Bei Wasser, Strom oder Gas muss man sich fragen, ob die Versorgung nicht in staatlicher Hand liegt“, sagte Bass der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. “Ich stimme zu”.
Bass betonte, dass der Energieimportkonzern Uniper auch nach der aktuellen Energiekrise in staatlicher Hand bleiben könne. „Warum soll der Staat nicht profitieren?“ Schulden werden verstaatlicht, Gewinne privatisiert. „Das ist falsch.“ Sie haben das schon einmal für den Gesundheitssektor gefordert. Auch dort “können gewinnbringende Leistungen nicht von der Privatwirtschaft erbracht werden, den Rest erledigt der Staat.”
Etwas zurückhaltender zeigte sich die Bundestagspräsidentin bei der Lebensmittelversorgung, warnte aber auch vor zu vielen freien Marktmechanismen: Auch eine Übernahme von Edeka oder Aldi durch den Staat wolle sie nicht. Aber wenn an der Börse mit Lebensmitteln spekuliert wird und “viele Leute sich das nicht mehr leisten können, dann geht das nicht”.
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Bass schlug vor, dass es zusätzliche Hilfspakete für die Bevölkerung geben werde. Sie setzte sich dafür ein, dies durch eine höhere Besteuerung des Vermögens zu finanzieren, aber die Schuldenbremse aufrechtzuerhalten. “Eine Aussetzung der Schuldenbremse würde bedeuten, dass künftige Generationen für die heutigen Kosten aufkommen müssten.”
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