Veröffentlicht 16. Juni 2022, 21:08 Uhr
Basel kämpft seit Jahren mit einer hohen Gewaltrate. Sicherheitsdirektorin Stephanie Eyman will mehr Einheiten in den Kampf einbeziehen und setzt dabei auch auf unkonventionelle Mittel.
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Gewaltherde müssen mit mobiler Beleuchtung entschärft werden.
Polizei BS
Mit Beleuchtungssystemen sollen schwer einsehbare Stellen nachts transparenter werden.
Polizei BS
Sicherheitsdirektorin Stephanie Eiman stellte am Donnerstag die neuen Schwerpunkte ihres Ressorts vor.
20 Minuten / Steve Last
«Was die Gewaltstatistik angeht, steht Basel-Stadt noch immer schlecht da. Wir müssen besser werden“, sagte Sicherheitsdirektorin Stephanie Eyman. Basel, das den größten Teil des Kantons ausmacht, belegt seit Jahren den berüchtigten ersten Platz unter den Schweizer Städten bei den gemeldeten Gewaltdelikten pro 1000 Einwohner. 2021 waren es 12,3 – Lausanne wurde Zweiter mit 11,5, Zürich Dritter mit 10,7.
Am Donnerstag stellte Ayman die neuen Schwerpunkte seiner Abteilung vor und diskutierte den Umgang mit Gewalt. Mehr Polizeipräsenz? Natürlich vor allem an Hot Spots, wo es immer mal wieder kracht. Du kennst sie. „Aber die Polizei kann nicht 24 Stunden am Tag überall sein“, sagte Eiman. Deshalb sollte Sicherheit nicht nur als Polizeiarbeit verstanden werden, sondern beispielsweise auch an die Beleuchtung von Plätzen gedacht werden.
Mit Licht gegen Gewalt
Licht? ja Licht Am Rheinufer in Kleinbasel wurden beispielsweise mobile Suchscheinwerfer getestet. Der Ort ist bei Nachtschwärmern ebenso beliebt wie er für die Polizei schwer einsehbar ist. Wenn die Situation zu eskalieren beginne, könne man das Ufer auf “Tageslicht” schalten, sagte Eiman. Die Menschen sind bereits so überzeugt von der Wirkung, dass an weiteren Hotspots wie dem Birsköpfli Licht eingesetzt und weitere Orte erkundet werden.
Sie wollen auch Fälle von häuslicher Gewalt und Menschenhandel buchstäblich ans Licht bringen. „Das ist kein Tabuthema mehr wie früher“, sagte Eiman. Vieles geschieht jedoch im Verborgenen. Das macht es schwierig, nicht nur die Täter zu bestrafen, sondern auch den Opfern zu helfen. „Ich möchte die Fallzahlen erhöhen“, sagte Expertin Sonia Roest. Denn mit jedem Verfahren weiß man mehr über Opfer, die man zumindest unterstützen kann.
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von sexueller, häuslicher, psychischer oder sonstiger Gewalt betroffen?
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