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Baustellen in der Steiermark sind neun Prozent teurer

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Lieferengpässe, Inflation und die Pandemie haben in der Steiermark zuletzt zu einem Anstieg der Immobilienpreise um mehr als neun Prozent geführt, vor allem auf Baugrundstücken.

26.05.2022 08:41

Heute online, 8.41 Uhr

Die Sehnsucht nach einem Zuhause im Grünen hat durch die pandemiebedingte Blockade deutlich zugenommen – das zeigt sich an der Preisentwicklung der Baugrundpreise: Steiermarkweit stiegen die Preise im Vorjahr um mehr als neun Prozent.

Grundstücke in Graz sind 12 Prozent teurer

Allerdings ist das nur ein Durchschnittswert, da es laut Gerald Golenz, Obmann des Immobilienverbandes der Wirtschaftskammer Steiermark, auch regionale Abweichungen gibt: den Bereich Gleisdorf, aber auch über die Koralmbahn den Bereich Deutschlandsberg. In Graz sind die Preise zuletzt um mehr als zwölf Prozent gestiegen, in den Regionen Leibnitz und Deutschlandsberg um mehr als zehn Prozent.

Hartberg-Fürstenfeld am günstigsten

Und absolut gesehen schlagen die Baugrundstücke in Graz mit 330 Euro pro Quadratmeter am stärksten ins Budget, gefolgt von der Region Graz mit einem Durchschnittspreis von 142 Euro pro Quadratmeter. Die günstigsten Baugrundstücke gibt es im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit einem Durchschnittspreis von knapp über 47 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von der Südoststeiermark mit knapp 50 Euro. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 99,19 Euro liegen die durchschnittlichen Immobilienpreise in der Steiermark immer noch am unteren Ende des bundesweiten Preisvergleichs.

Diverse Preiserhöhungen für Standorte

Bei fertigen Projekten sei der Preisanstieg ganz anders und auch die zukünftige Entwicklung schwer einzuschätzen – hier sei der Preisanstieg im Baubereich ein Unsicherheitsfaktor, so Golenz. Es ist jedoch klar, dass es heute relativ schwierig ist, bezahlbaren Wohnraum zu den aktuellen Baukosten zu schaffen, und das ist derzeit unser Hauptproblem. Dann gibt es die Krise in der Ukraine. Wir haben ein Kissen und wir haben genug gebaut, aber niemand kann im Moment sagen, wie sich die Dinge in den nächsten Jahren wirklich entwickeln werden.

Generell ist nicht mit sinkenden Immobilienpreisen zu rechnen – selbst wenn beispielsweise im Raum Graz ein paar mehr Wohnungen gebaut werden als Menschen einziehen – herrscht derzeit ein leichtes Überangebot von rund drei bis fünf Prozent .