„Die Digitalisierung hat beruflich wie privat in alle Lebensbereiche Einzug gehalten“, betonte Johanna Mikl-Leitner nach dem Besuch und stellte fest: „In der Vergangenheit dominierte die Angst, dass durch die Digitalisierung tausende Arbeitsplätze verloren gehen, heute wissen wir, dass es genau umgekehrt ist. Die Digitalisierung hilft uns, die Produktion aufrechtzuerhalten und letztendlich Arbeitsplätze zu schaffen.“
Industrie, Gesundheitswesen oder Wirtschaft seien ohne Digitalisierung nicht mehr denkbar, erklärte der Landeshauptmann und erklärte: „Mit dem ‚Haus der Digitalisierung‘ wollen wir zeigen, welchen Mehrwert die Digitalisierung für die Menschen und ihre Lebensqualität hat.“ Vor allem aber wollen wir eine Brücke zwischen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft bauen und ich bin fest davon überzeugt, dass das Haus der Digitalisierung ein Leuchtturmprojekt für Niederösterreich mit Strahlkraft über unsere Grenzen hinaus ist.“
Abschließend wies Mickle-Leitner auf zwei weitere Projekte mit der Stadt Tuln hin, die sie auf ihrem Weg zur „Smart City“ bestärken sollen.
Da ist zum einen das autonome Fahren: Künftig wird über eine App aus dem „Haus der Digitalisierung“ ein Bus zur Verfügung stehen, der autonom direkt zum Bahnhof fährt. Zum anderen startet das Stadtbegrünungsprojekt nach der Eröffnung: Jeder Baum, der im „Haus der Digitalisierung“ gepflanzt wird, ist mit Sensoren ausgestattet, die bei Bedarf automatisch bewässern, um Wasser zu sparen.
Digitalisierungsberater Jochen Danninger war es von Anfang an „wichtig zu betonen, dass dieses Haus auf dem neuesten Stand der Technik gebaut wird und höchste Umweltstandards erfüllt werden“ und nennt LED-Technik, umweltfreundliche Baustoffe oder Klima – aktive Zertifizierung als Beispiele Ressourcenschonendes Bauen wäre das Gebot der Stunde.
Aber auch architektonisch wäre das Haus ein Highlight und der beste Beweis ist das Herzstück des „Hauses der Digitalisierung“ – der Showroom – in dem auch die Informationsveranstaltung stattfand. „In Kürze beginnt hier die Montage einer nahezu 360-Grad-LED-Wand, die die größte Österreichs sein wird. Dadurch können wir so flexibel wie möglich auf die Bedürfnisse reagieren, da sich die Digitalisierung ständig weiterentwickelt.“
Die Digitalisierung stehe auf der Agenda und biete riesige Chancen – gerade die Pandemie hätte der Digitalisierung einen neuen kräftigen Schub gegeben und „als Wirtschaftsstaatsrat ist es mir natürlich besonders wichtig“, so Danninger, „dass wir auch ergreifen Nutzen Sie die Chancen der Digitalisierung in der Wirtschaft.“
Laut einer kürzlich vorgestellten aktuellen Umfrage erkennen nur 50 Prozent der Unternehmen in Niederösterreich die Chancen der Digitalisierung. „Diese Zahl wird uns mit diesem Projekt noch weiter steigern“, sagte der Landrat.
Zudem teilte er mit, dass die Arbeiten am „Haus der Digitalisierung“ – trotz allgegenwärtiger Engpässe in den Lieferketten – sowohl im Zeitplan als auch innerhalb des Budgets von 33,5 Millionen Euro liegen, das das Land Niederösterreich in dieses Projekt investiert hat.
Das Gesamtprojekt „Home of Digitization“ wird von ecoplus als Teil der ecoplus Digital GmbH umgesetzt. „Mit dem ‚Haus der Digitalisierung‘ und der ersten Ausstellung ‚Mensch und Maschine‘ bestätigt Niederösterreich einmal mehr seine Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung. Das neue Digitalisierungszentrum in Thuln wird ab 2023 Impulse setzen, von denen nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Regionen und die Menschen des Landes profitieren“, so ecoplus-Geschäftsführer Helmut Mirnicki und ecoplus-Digital-Geschäftsführer Lucas Reuterer in einer Aussendung in Sonntag zitiert.
Der Schwerpunkt des Gesamtprojekts „Home of Digitization“ (Eröffnung geplant für Frühjahr 2023) liegt laut Schau auf der Betreuung niederösterreichischer Unternehmen und soll Wege aufzeigen, wie kleine und mittelständische heimische Unternehmen in die Digitalisierung und damit in die Digitalisierung starten können Finden Sie den besten Output für das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Darüber hinaus soll eine jährlich wechselnde Ausstellung Menschen für das Thema Digitalisierung begeistern.
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