Die Ärztin, die seit Monaten Morddrohungen erhielt, wurde tot in ihrer Praxis aufgefunden. Ein Verschulden Dritter schloss die Staatsanwaltschaft aus.
Der Arzt aus Seewalchen am Attersee ist tot. Sie wurde am Freitagmorgen in ihrem Büro gefunden. Die Staatsanwaltschaft schließt ein Fremdverschulden aus, wie der „Presse“ bestätigt wurde. Monatelang erhielt sie Morddrohungen, in ihrer Praxis kam es regelmäßig zu Zwischenfällen mit Scheinpatienten. Auf der Straße fühlte sie sich nicht mehr sicher und von der Polizei im Stich gelassen.
Der Fall kam ans Licht, als sie Ende Juni auf Twitter ankündigte, ihre Ordination „bis auf weiteres“ zu schließen. Dort schilderte sie, wie ihre Odyssee begann und wie sie sich von der Polizei „zum Schießen freigegeben“ fühlte. Sie veröffentlichte die Morddrohungen, die sie von “Klaas” erhalten hatte und wie sie aus Angst vor echten Anschlägen eine Sicherheitsfirma engagierte, weil die Polizei in den E-Mails keine Drohung sah.
Der Arzt steht vor der Insolvenz
Die hohen Ausgaben, die seit Monaten andauern, übersteigen die Einnahmen. Ihr stand die Insolvenz bevor, aber sie sei zuversichtlich, wiedereröffnen zu können, wie sie der Presse sagte. Im Juli folgte die Ankündigung, dass dies nicht mehr möglich sei. Eine sichere tägliche Praxis kann nicht garantiert werden.
Nach Bekanntwerden der vorübergehenden Schließung wurden die Ermittlungen in Gang gesetzt, nachdem die deutsche Cyber-Sicherheitsexpertin „Nella“ gegen Droh-E-Mails vorgegangen war. Innerhalb weniger Stunden will sie wichtige Hinweise auf den wahren Urheber der Morddrohungen gefunden haben. Die DSN und das Landeskriminalamt Berlin haben Ermittlungen aufgenommen. Das berichtet „Die Presse“.
Die Ermittlungen dauern an, betont die Sprecherin des Crown Prosecution Service in Wales.
Für Menschen in akuten Krisensituationen gibt es eine Reihe von Unterstützungseinrichtungen und Anlaufstellen. Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken finden Sie unter www.suizid-praevention.gv.at.
Telefonische Hilfe ist auch verfügbar unter:
Kriseninterventionszentrum (Mo-Fr 10-17 Uhr): 01/406 95 95, kusteninterventionszentrum.at Beratung und Hilfe bei Suizidgefahr 0810/97 71 55 Psychiatrischer Notfall (0-24 Uhr): 01/ 313 30 Sozial- psychiatrischer Notruf 01/310 87 79 Telefonberatung (0-24 Stunden, kostenlos): 142 Funkberatung (0-24 Stunden, für Kinder und Jugendliche): 147 Gesprächs- und Verhaltensberatung: bittelebe.at
Auch der relativ junge Verein „Bleib bei uns“ bietet Hilfe für Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörige. www.bleibbeiuns.at
(Elster)
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