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Bei Troienbritzen brennen rund 60 Hektar Wald ab

Potsdam-Mittelmark – Rund 60 Hektar Wald brennen bei Troienbritzen

Bild: dpa / Jörg Carstensen

In einem Waldstück im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist ein Feuer ausgebrochen. Löscharbeiten sind schwierig, die Brandstelle ist mit Munition kontaminiert. Vor einigen Jahren gab es an gleicher Stelle einen verheerenden Brand.

Bei Fronsdorf bei Troienbritzen (Potsdam-Mittelmark) ist am Freitagnachmittag ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer habe sich bis zum Abend auf rund 60 Hektar ausgebreitet, sagte Kreissprecherin Andrea Metzler am Freitagabend der Nachrichtenagentur DPA. Das entspricht einer Fläche von 84 Fußballfeldern.

Die Löscharbeiten seien schwierig gewesen, teilte die zuständige Landesleitstelle der Feuerwehr auf Anfrage des rbb mit. Das Gebiet war mit Munition kontaminiert, und Rettungskräfte konnten das Feuer nur von sicheren Wegen aus löschen. Es gibt bereits kleine Detonationen. Die Brandmeldung ging den Angaben zufolge gegen 13.10 Uhr ein. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Seit dem Nachmittag mahnt der Zivilschutz die Anwohner in der Gegend um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundeswehr und THW seien an diesem Abend vor Ort gewesen, sagte Landrat Marco Köhler (SPD) rbb24 Brandenburg aktuell. Auch der Munitionsrückholdienst war vor Ort. Am Abend bestand jedoch keine Gefahr für umliegende Orte, sagte Köhler. Die Situation ist jedoch dynamisch. Die Löscharbeiten können am Wochenende fortgesetzt werden.

Im Bereich des Brandes wird mit Verkehrsbehinderungen gerechnet. Die Verbindungsstraße zwischen Treuenbrietzen und Jüterbog wurde am Abend teilweise gesperrt.

An der gleichen Stelle wie das große Feuer von 2018

Bis nach Brandenburg sei eine riesige Rauchwolke zu sehen, sagte Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel der Nachrichtenagentur DPA. Der Einsatz von Feuerwehrleuten kann schwierig sein, da es sich auch um einen Bereich im Bereich mutmaßlicher Munition handelt. Wie die Landesleitstelle auf Anfrage des rbb | 24, aus dem betroffenen Bereich sind knallende Geräusche zu hören. Derzeit können Einsatzkräfte nur von außen löschen.

Die Rettungsdienste scheinen sich jedoch auf einen längerfristigen Einsatz vorzubereiten. Wie der RBB erfuhr, wurde der Katastrophenhilfezug aktiviert, um den Feuerwehrleuten vor Ort zu helfen.

Wie auf Anfrage der Leitstelle berichtet, brennt ein Waldstück, wo es bereits im Spätsommer 2018 zu einem verheerenden Waldbrand kam. Damals wurden 400 Hektar Wald südwestlich von Berlin vernichtet. Aufgrund des Großbrandes mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Fronsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

Bild: dpa / Jörg Carstensen

Die Leitstelle bittet die Anwohner, die Hinweise zu den Gefahren einzuhalten

Die Feuerwehr ist vor Ort, die Leitstelle ruft die Notrufnummern der Feuerwehr und der Polizei an, um für Notrufe frei zu sein. Anwohner werden gebeten, die Meldungen von Polizei und Feuerwehr zu beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Türen und Fenster müssen geschlossen bleiben, Lüftungs- und Klimaanlagen sind abzuschalten.

„Rettungskräften den ungehinderten Zugang zum Einsatzgebiet zu ermöglichen“, hieß es in der Erklärung. Und weiter: „Nachbarn informieren und ggf. helfen!“

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 17.06.2022, 19:30 Uhr