Kultur
Die in Klagenfurt geborene Künstlerin Zenita Komad kehrte nach mehreren Jahren in Israel nach Kärnten zurück. Heute lebt und arbeitet sie in Rückersdorf, einem Ort der Völkermarkter Gemeinde Sittersdorf, in einer zum Atelier umgebauten Scheune.
22.07.2022 21.06
Ab heute, 6.21 Uhr online
„Allen künstlerischen Disziplinen gelingt es, unsere Herzen zu durchdringen, wenn sie stark sind. Und das passiert auch hier im Dorf“, sagt die bildende Künstlerin Zenita Komad: „Es gibt viele Menschen, die uns helfen. Ein Elektrotechniker hilft uns bei den Elektrosachen auf den Bildern. Es gibt eine pensionierte Näherin, die mir weiterhin beim Nähen hilft. Das ist das Konzept einer Großfamilie: zärtlich, aufmerksam, aber sehr gut gemeint.“
Porträt der Künstlerin Zenita Komad
Die Künstlerin Zenita Komad fasziniert mit ihren dreidimensionalen Gemälden. Ihr geräumiges Atelier befindet sich in einer alten, umgebauten Scheune in Rückersdorf.
Jetzt geht es um uns und Sie
Die Kunst von Zenita Komad ist smart, sehr kritisch und trifft den Nerv unserer Zeit. Der Mensch kann und muss sich ändern: „Der Oktopus ist gerade an dem Punkt angelangt, an dem er diese egoistische Welt irgendwie überwinden will – die sich alles schnappen will und sagt, alles ist mein. Und er ist bereits in einem Bewusstseinsblitz, wo er sagt, dass es wirklich um uns und dich geht, nicht mehr um mich.”
„Liebe ist die beste Medizin“, kennen wir diesen Spruch. Doch der Künstler beschäftigt sich mit viel mehr. Es geht darum, Liebe für andere Menschen zu erfahren.
Fotoserie von 7 Fotos
„Was aus unserer Welt wird, liegt in unserer Hand“
Komad: „Ich glaube, dass es keine Kunst gibt, die nicht politisch ist. Die Aufgabe von Künstlern ist es, uns die Möglichkeit zu geben, die Welt aus einer größeren Perspektive zu sehen. Es liegt buchstäblich in unserer Hand, was mit unserer Welt passiert, sagt Komad: „Wenn es dem Nachbarn nicht gut geht, geht es mir nicht gut.“
ORF Zenita Komad im Gespräch vor ihrem Stadl-Studio in Rückersdorf
Das muss jetzt geklärt werden: “Wir verstehen jetzt, dass es meine Entscheidung ist, das Haus zu verlassen und freundlich zu sein, anderen zu helfen und das Wohlergehen anderer als einen wesentlichen Teil meiner Existenz zu sehen.”
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